Performance in der Vorderreihe

Ein bisschen wie bei der jährlichen Osterparade wirkte der bunte Umzug, der vergangenen Sonnabend durch die Vorderreihe zog

Nur eben nicht mit übergroßen Eiern auf dem Fahrgestell, sondern offenem Sarg. Die Travemünder Künstlerin Anja Es hatte einen Monat zuvor in ihrer Timmendorfer Galerie die Kunst „zu Grabe getragen“, nachdem die Gemeinde ihren Mietvertrag für die historische Trinkkurhalle nicht mehr verlängern wollte (der Wochenspiegel berichtete). In Travemünde feierte sie mit Kunstfreunden aus beiden Seebädern nun die „Wiederauferstehung der Kunst“. Mit einer schrägen, bunten Performance, für die sie selbst in den besagten Sarg geklettert war. Dem entstieg die Künstlerin dann vor der Alten Vogtei, wo sie zur Galerieeröffnung bei Sekt und Torte lud. In den Räumlichkeiten im Obergeschoss des historischen Gebäudes hatte sie vor neun Jahren schon einmal eine Galerie betrieben, und wie damals bestieg sie für ihre Ansprache einen kleinen Tritt, um besser von allen gesehen zu werden: „Es ist wie früher, da hab ich nämlich auch schon immer auf einer Leiter gestanden und ich hoffe, dass ich nicht abstürze.“

Foto/ Text: HN

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