Bauen und Bildung im Schloss Eutin

Das Schloss Eutin kratzt an der 30?000-Besucher-Marke: „29?880 Gäste haben das Schlossmuseum besucht, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr“, freut sich Brigitta Herrmann, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schloss Eutin, über die positive Bilanz 2019. Ihre Lieblingszahl ist die 7310 – so viele Besucher aus Eutin verzeichnete das Schloss. „Das zeigt, wir treffen auch den Nerv der Einheimischen. Seit 2015 hat sich die Zahl der Gäste aus Eutin damit fast verfünffacht!“

Schloss hat touristische und wirtschaftliche Bedeutung für Eutin

Ein weiteres Viertel der Besucher kam aus dem übrigen Schleswig-Holstein, die andere Hälfte aus den anderen Bundesländern und dem Ausland. „Dies unterstreicht, die touristische und wirtschaftliche Bedeutung des Schlosses für die Stadt“, so Herrmann. Die eigenen Einnahmen konnte die Schloss-Stiftung um 15 Prozent steigern, allein die Erlöse aus Hochzeiten und anderen Festen im Schloss wuchsen um 39 Prozent. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldete, dass seit 2019 auch in der Orangerie standesamtliche Trauungen stattfinden können.

Nachhaltiges Angebot im Bereich Bildung und Vermittlung

Hausherr Christian Herzog von Oldenburg zeigte sich über den reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten in 2019 erleichtert: „Ich hatte einen Riesenbammel vor der Sanierung des Fundaments. Aber alles war bestens geplant und ging schnell über die Bühne.“ Als Höhepunkte des vergangenen Jahres bezeichnete Brigitta Herrmann den Abschluss der Arbeiten zur Neupräsentation der Schlossausstellung sowie die Aufnahme des historischen Gemäuers in das BildungsSpaß-Projekt der Sparkassenstiftung Ostholstein. „Letzteres ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem nachhaltigen Angebot im Bereich Bildung und Vermittlung“, so die Geschäftsführerin. Grundschulen können hier kostenfrei die Bildungsangebote „Kinderwelten im Barock“ oder „Antike Sagen im Schloss Eutin“ buchen.

Kostenfreie Führungen für Schulklassen vor den Ferien

Auch 2020 solle die Bildungsvermittlung eine große Rolle im Programm spielen. So wolle das Schloss weiter aktiv auf die Schulen zugehen und sich zudem als außerschulischer Lernort zertifizieren lassen. „Und unter dem Motto ,Mein erstes Schloss’ planen wir ab Juni ein Projekt für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren. Darüber hinaus laden wir in den beiden Wochen vor den Sommerferien die Klassen aller Eutiner Schulen zu kostenfreien Führungen ein“, kündigt Brigitta Herrmann an. Das ist natürlich Musik in den Ohren von Kulturstaatssekretär Dr. Oliver Grundei. Er gehört zum Vorstand des Stiftungsrates und findet die Verknüpfung von Schule und Schloss vordringlich: „Gerade im Kindesalter ist es wichtig, durch Bildung die Sinne für unsere kulturellen Orte zu schärfen.“

Die 320 Fenster des Schlosses müssen saniert werden

Im Baubereich liegt der Schwerpunkt 2020 auf der Sanierung der 320 Fenster des Schlosses. Die 800?000 Euro teure Maßnahme wird in Etappen durchgeführt. Los geht’s mit den Südfassaden und dem Westturm, wo die Rahmen abgeschliffen, verspachtelt und neu gestrichen werden müssen. Mehr Infos online auf www.schloss-eutin.de.

 

320 Fensterrahmen müssen im Schloss saniert werden, kündigen Brigitta Herrmann, Christian Herzog von Oldenburg (Mitte) und Dr. Oliver Grundei vom Stiftungsvorstand an. (Foto: Graap)

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