Große Spende trotz gestohlener Kollekte

Der Kindergarten Zum guten Hirten hat eine tolle Aktion durchgeführt

Die Kollekte des Weihnachtsgottesdienstes des evangelischen Kindergartens Zum guten Hirten am 19. Dezember wurde unmittelbar danach gestohlen. Das war doppelt traurig, weil zum einen die Vorschulkinder den Gottesdienst gestaltet hatten und zum anderen die Kollekte für die Aktion Hand in Hand für Norddeutschland gespendet werden sollte. „Da war ganz viel ,leises’ Geld drin“, erzählt Einrichtungsleiterin Heike Döring, die kein Verständnis für den Diebstahl einer Kollekte hat.

Die Aktion Hand in Hand für Norddeutschland des NDR sollte dieses Mal für Krebsgesellschaften gespendet werden. „Wir haben im Vorfeld festgestellt, dass jede Familie irgendwie von Krebs betroffen ist, sei es in der Familie oder im Freundeskreis“, erklärt Heike Döring, warum die Entscheidung darauf gefallen ist. „Deshalb waren die Kinder auch sehr traurig.“ Weil die Kinder so traurig waren, haben sich alle Kolleginnen der Kita damit einverstanden erklärt, eine Spendenaktion zu starten. Gemeinsam wurde eine Woche lang gebastelt und es wurden jede Menge Kekse gebacken. Vom Vorschul- bis zum Krippenkind haben alle mitgewirkt und auch die Eltern haben mitgezogen.

In der vergangenen Woche wurden dann an drei Tagen hintereinander die Werke gegen eine Spende abgegeben. „Wir haben das als Projekt für unsere Wackelzähne, also die Vorschulkinder, durchgeführt, die den Stand ganz toll betreut haben.“ Da gab es bemalte und gebatikte Taschen, Filzbälle und mit Filz umwickelte Steine, Lesezeichen, wovon einige auch von einer Mutter beigesteuert wurden, Anhänger für Fenster und Bilder auf Leinwand. Heike Döring hat zu Hause ganz viel Marmelade gekocht.

Und die Aktion war ein voller Erfolg, schon am ersten Tag hatten die Kinder über 400 Euro eingenommen, insgesamt sich über 600 Euro zusammengekommen. „Das ist mit Sicherheit mehr, als in der Kollekte zusammengekommen ist“, meint Heike Döring. Sie freut sich, dass ihre Mitarbeiterinnen so mitgezogen haben, die Kinder so begeistert und engagiert dabei waren und dass die Eltern die Aktion mitgetragen haben. „Ein Vater hat an allen drei Tagen etwas gekauft. Dass die Eltern noch einmal für die gleiche Aktion gespendet haben, obwohl sie ja sicher auch schon etwas in die Kollekte gegeben hatten, freut mich sehr.“ Bis zum 28. Februar kann noch für die Aktion Hand in Hand für Norddeutschland gespendet werden. „Jetzt liegt das Geld im Tresor und das soll dann gemeinsam mit den Vorschulkindern auf das Konto eingezahlt werden.“

Sie freuen sich, dass nun am Ende doch noch alles gut geworden ist: (v.l.) Linus Wichelmann, Berat Akgül, Niclas Beutler, Joy Bohlmann, Enie Matthies, Heike Döring, Juno Schmollack, Amalia Brand und Elena Gütschow. Foto: Anja Hötzsch

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