Nach Angriff mit einem Degen – Tatverdächtiger leistet Widerstand

Am Sonnabend, 1. Februar kam es in Bujendorf zu mehreren Straftaten durch einen 41-jährigen Ostholsteiner

Gegen 22:45 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus Malente und Scharbeutz nach Bujendorf entsandt, da dort eine Bedrohung mit einem Degen stattgefunden haben sollte. Der Aussage nach soll eine Person ein Taxi gerufen haben, dieses jedoch aufgrund von Zahlungsunfähigkeit nicht mehr gewollt haben. Um dem Taxifahrer Nachdruck zu verleihen, sich wieder zu entfernen, habe er gegen die Fahrertür getreten und mit einer Art Degen oder Machete gegen das Fahrzeug geschlagen. Dadurch wurde das Taxi beschädigt, der Taxifahrer entfernte sich und rief die Polizei.

Tatverdächtiger zeigte plötzliche Aggressivität

Die Beamten konnten die Wohnung des Tatverdächtigen betreten und dort auf dem Fußboden einen offenen Degen feststellen. Als die Beamten diesen zur Sicherstellung an sich nehmen wollten, wurde der Angreifer schlagartig aggressiv. Er versuchte, den Degen aufzuheben, was unterbunden werden konnte. Der aufgebrachte Mann probierte nun, dem mit dem Degen nach draußen gehenden Polizisten zu folgen, indem er einen Beamten schubste und dessen Kollegen mit der Faust gegen den Arm schlug. Weil ein vernünftiges Gespräch mit der Person nicht möglich war, zogen sich die Streifenwagenbesatzungen letztlich zurück und begaben sich in ihre Fahrzeuge. Der Angreifer stellte sich jedoch so an einen der Streifenwagen, dass dieser nicht gefahrfrei losfahren konnte. Daraufhin öffnete der Beifahrer das Seitenfenster, um den Störer aufzufordern, beiseite zu treten. Daraufhin sprang er mit dem Kopf voran durch das Fenster in den Streifenwagen und erreichte fast die Mittelkonsole.

Arzt schließt Drogenkonsum als Grund für das Verhalten nicht aus

Das gab den Beamten Gelegenheit, ihm Handfesseln anzulegen. Um weitere Straftaten zu verhindern, sollte er nun dem zentralen Polizeigewahrsam in Lübeck zugeführt werden. Auch hier sperrte der renitente Ostholsteiner sich und versuchte, nach den Polizisten zu treten. Fortwährend sprach er Beleidigungen gegenüber den Beamten aus. Aufgrund seines Verhaltens erfolgte eine ärztliche Begutachtung in Zentralgewahrsam. Der Arzt schloss in Betrachtung des Gesamtverhaltens einen Konsum von Betäubungsmitteln nicht aus. Da ein Atemalkoholtest nicht durchgeführt werden konnte, wurde eine Blutprobe zur Feststellung des Alkohol- und Betäubungsmitteln entnommen.

Gegen den Beschuldigten wurde nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, des Widerstandes und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Betrug und Beleidigung eingeleitet.

Foto: Holger Kröger

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