20 Freisprüche in Eutin: Gesellenbriefe für den Kfz-Nachwuchs

Freispruch für 20 junge Männer: Am Freitag nahmen die Azubis der Innung für Kraftfahrzeugtechnik Eutin in der Kundenhalle der Sparkasse Holstein von Obermeister Frank Famulla und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Reinhard Henß-Thamm, ihre Fachbriefe entgegen. „Ich spreche Sie von Ihren Verpflichtungen als Auszubildende frei und nehme Sie in den Gesellenstand des Kfz-Handwerks auf“, sagte der Innungschef die von den Lehrlingen lang ersehnten Worte.

Die Junggesellen haben noch längst nicht ausgelernt

„Sie können stolz auf das sein, was Sie erreicht haben“, lobte Sandra Wehrend, Regionalleiterin Privatkunden Nord der gastgebenden Sparkasse, die frischgebackenen Junggesellen in ihrer Begrüßungsrede. Sie betonte aber auch, dass das Ausbildungsende immer auch der Beginn eines lebenslangen Lern- und Entwicklungsprozesses darstelle. Sie forderte die jungen Leute auf, die Herausforderungen, mit der die Branche konfrontiert ist, anzunehmen und diese aktiv im Betrieb mitzugestalten. „Sie sind der kraftvolle Motor für die Automobilität der Zukunft!“ Auch der zweite stellvertretende Kreispräsident Rainer Rübenhofer mahnte: „Sie haben gutes Rüstzeug für Ihren Beruf mit auf den Weg bekommen. Aber zeigen Sie auch immer die Bereitschaft, sich Veränderungen anzupassen.“

Ohne Tugenden nützt auch die beste Ausbildung nichts

Obermeister Famulla erklärte, dass auf die Junggesellen im Ausbildungsberuf „Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Pkw-Technik/Nutzfahrzeugtechnik“ viele Chancen warten. „Sie haben einen Beruf mit Zukunft ergriffen. Gut ausgebildete Fachleute werden mehr denn je gebraucht. Aber ohne Tugenden wie Fleiß, Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit wird es nicht gehen.“

Arbeitgeber sollten lernwillige Mitarbeiter fördern

Der Vertreter der Azubis, Henrik-Marvid Heisler, sprach von einer aufregenden, stressigen und witzigen dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit. „Wir wissen, dass das Lernen kein Ende hat. Die Entwicklung der Automobiltechnik bestimmt das Tempo der erforderlichen Weiterbildung. Stillstand ist Rückschritt.“ Er forderte die Arbeitgeber daher auf, nicht nur in Gebäude und Ausstattung zu investieren, sondern auch in Wissen: „Lernwillige Mitarbeiter müssen gefördert werden. Bieten Sie ihnen die Chance zur Qualifizierung an“, so Heisler. Als innungsbeste Prüflinge wurden Kevin Boller aus Eutin (rechts) und Kevin Koll aus Timmendorfer Strand ausgezeichnet.

Diese 20 erfolgreichen Prüflinge wurden freigesprochen

Finn Christian Carstensen, Max Kipf, Torben Gustav Rath und Henry Vartanov (alle Süverkrüp + Ahrendt, Eutin), Kevin Boller (Euromaster, Eutin), Michael Wojciechowski (Senger Automobile, Lübeck), Philipp Wuttke (Zankel, Malente), Lucas Wehowsky (Kfz-Service Warnholz, Ratekau), Kevin Koll (Auto-Schneider, Timmendorfer Strand), Benito Büge und Sascha Töpfer (Autohaus am Bungsberg, Oldenburg), Cristian Chedric (Kfz Löhndorf, Curau), Nawid Ahmad Ehrari (Kania, Eutin), Julian Carlos Krüger (Kfz Stabe, Stockelsdorf), Henrik-Marvid Heisler (Bobertz, Gremersdorf), Tim Siebuhr (Senger Holstein, Eutin), Fynn Hohn (Wolter + Sohn, Eutin) sowie mit Prüfung im Sommer 2019: Mirco Reyscher (Auto Hagen, Neustadt), Philipp Timmermann (Senger Holstein, Neustadt) und Carsten Leon Fink (Autohaus Zankel, Malente)

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