Ende einer Ära in Scharbeutz: Bürgermeister Volker Owerien verabschiedet

Nach 18 Jahren an der Spitze der Scharbeutzer Gemeindeverwaltung wurde Volker Owerien (Foto, Mitte) am Freitag in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und für seine Erfolge gefeiert. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitete seit 1993 für die Gemeinde und wurde 2001 bei der ersten Scharbeutzer Direktwahl in das Amt des Bürgermeisters gewählt. Zweimal wurde er wiedergewählt. In den vielen Reden zum Abschied wurde deutlich: Zu Oweriens Verdiensten zählt, Scharbeutz aus dem Dornröschenschlaf geweckt und zu einem beliebten Touristenort entwickelt zu haben.

„Ich weiß, ich war nicht immer bequem“

Das sei nicht allein das Verdienst von Owerien. „Bürgermeister und Gemeindevertretung können nicht ohne einander. Keiner kann alleine bestimmen“, sagte der Landrat. „Wenn das Miteinander funktioniert, ist es gut und richtig. In den letzten Jahrzehnten war es so in Scharbeutz.“ Dass es in so vielen Jahren auch mal Ärger gab, verhehlte Owerien in seinen Abschiedsworten nicht. „Ich weiß, ich war nicht immer bequem. Aber eine moderne Verwaltung muss auch Impulsgeber sein“, sagte er. „Eine offene und zielorientierte Streitkultur wird immer förderlich sein.“

18 Jahre lang die Aufgaben beispielhaft erfüllt

„Die Zusammenarbeit von Gemeindevertretung und Verwaltung war nicht immer ein Zuckerschlecken“, findet auch Bürgervorsteher Peter Nelle (CDU). Aber Owerien habe bei all dem nie das Wohl der Gemeinde Scharbeutz aus den Augen verloren. Die Visionen des damals neuen Bürgermeisters und die daraus folgenden Entscheidungen hätten eine komplett neue Infrastruktur an der Strandmeile ermöglicht. Das sei mitunter ein schwieriger Prozess gewesen. „Wir alle wollten etwas Neues schaffen, und das ist uns mit Ihrer Hilfe bestens gelungen“, sagte Nelle an Owerien gerichtet. „18 Jahre haben Sie diese Aufgabe beispielhaft erfüllt.“

Feuerwehr verschenkt besonderes Erinnerungsfoto

Ein besonderes Geschenk überreichten Ehrengemeindewehrführer Reinhold Mang (Foto, links) und Gemeindewehrführer Patrick Bönig: ein auf Acryl aufgezogenes Bild von allen 21 Feuerwehrfahrzeugen, die Owerien in seiner Amtszeit an die örtlichen Wehren übergeben hat.

(Foto: Peyronnet)

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