Großer Ansturm bei ersten Neujahrsempfang

150 Klein Wesenberger kamen ins Gemeinschaftshaus – Ehrung für sechs verdiente Bürger

Einen Neujahrsempfang machen ja jetzt viele Gemeinden“, sagte Klein Wesenbergs Bürgermeister Herbert David vergangenen Sonntag im Schützen- und Gemeinschaftshaus. Mit einen solchen Andrang hatte jedoch weder er noch die anderen Mitglieder der Gemeindevertretung gerechnet: 150 Einwohner ließen sich die Premiere nicht entgehen.

„So voll war diese Halle schon lange nicht mehr, außer 2013 bei der Information über die Breitbandversorgung“, so der Bürgermeister, der die Gelegenheit für eine umfangreiche Rundum-Information der Bürger nutzte. Zuvor aber hob er den mahnenden Zeigefinger und stellte klar, dass nicht alles als selbstverständlich betrachtet werden könne.

Es wurde zu unterschiedlichen Themen gründlich informiert

Er wies darauf hin, dass die Gemeinde noch nie Straßenausbaubeiträge erhoben habe, was ebenfalls nicht überall so gehandhabt werde. Kosten könnten dennoch auf die Klein Wesenberger zukommen, denn nach derzeitigem Stand muss die Technik der Kläranlage erneuert werden. Außerdem ist das erste Becken voll, dessen Inhalt wegen seines hohen Kupfergehaltes nicht auf Felder ausgebracht werden darf.

Noch keine frohe Botschaft konnte er den Groß Schenkenbergern überbringen, die in einem der größten Funklöcher Schleswig-Holsteins ausharren müssen. Ein neuer Funkmast, der im Mai 2019 aufgestellt wurde, sollte dem ein Ende bereiten. „Sie glauben nicht, wie oft ich deshalb schon telefoniert habe“, verriet David, der sich nun zur Verstärkung den Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens an seine Seite geholt hat.

Auch über die bevorstehenden großen Baumaßnahmen wurden die Einwohner informiert. Gemeindevertreter Ernst Weise-Pnischak berichtete von dem Anbau an die Kindertagesstätte „Sterntaler“, die die Gemeinden Klein Wesenberg, Wesenberg und Barnitz auch ohne Fördergelder bauen werden. Die Demontage des Containers soll im März erfolgen. Mit einer Fertigstellung des Neubaus rechnet er im Frühjahr 2021.

Ein Ausblick in die Zukunft

Noch ganz am Anfang stehen die Planungen für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Gemeinschaftliches Wohnen an der Trave“ auf dem Gelände Kirchberg 4. Bei der Erstellung eines Ortsentwicklungsplanes sollen die Bürger mit einbezogen werden. „Sie haben die Chance, die Zukunft unseres Dorfes mitzugestalten“, sagte Ernst Weise-Pnischak.

Für die weiteren Planungen hat die Gemeinde inzwischen eine Arbeitsgruppe aus Gemeindevertretern, Bürgern und Fachleuten gebildet. Bei einer Realisierung liebäugelt die Gemeinde mit einer Kombination aus Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern nach dem Vorbild des Seniorendorfes „Uhlenbusch“ am Plöner See.

Um den Anforderungen der Feuerwehr-Unfallkasse gerecht werden zu können, wird die Gemeinde auch um den Bau eines neuen Feuerwehrhauses nicht herumkommen. Nach ersten Planungen soll eine neue Halle hinter dem jetzigen Feuerwehrhaus entstehen. Eine Zufahrt müsste dann über das Grundstück von Detlef Möller erfolgen, der bereits seine Zustimmung signalisiert hat. In den Startlöchern stehen bei der Feuerwehr die „First Responder“, die im Notfall schneller vor Ort als herbeigerufene Rettungskräfte sein können.

Während des Empfangs wurden Hannes Donitzky, Hans-Joachim Möller, Detlef Möller, Wolfgang Donitzky, Helmut Block und Kay-Sverre Rosenkilde für ihr besonderes Engagement in Klein Wesenberg ausgezeichnet.

Damit hatte selbst Bürgermeister Herbert David nicht gerechnet: Rund 150 Einwohner kamen zum ersten Neujahrsempfang der Gemeinde Klein Wesenberg ins Schützen- und Dorfhaus. Fotos: PD

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