Große Anteilnahme bei der Trauerfeier für Pastor Professor Thomas Vogel

Rund 500 Menschen, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft des Ortes, haben am vergangenen Freitagmittag in der Waldkirche in Timmendorfer Strand Abschied von Pastor Professor Thomas Vogel genommen. Der langjährige Pastor der Kirchengemeinde war am 5. Januar im Alter von 65 Jahren nach einem morgendlichen Bad in der Ostsee, das er nahezu täglich dort nahm, überraschend eines natürlichen Todes verstorben.

Bischof Meister: „Dieser Beruf war seine Berufung.“

Mehr als 25 Jahre habe man den Pastor „als klugen Prediger“ auf der Kanzel der Waldkirche erlebt, sagte Ralf Meister, Bischof der Hannoverschen Landeskirche, der ein enger Freund der Familie Vogel ist, in seiner Traueransprache. „Thomas Vogel war ein nachdenklicher Mensch. Nicht alles, was ihn berührte, konnte der Außenstehende gleich entdecken. In der sichtbaren Begeisterung blieb er zurückhaltend“, beschrieb Meister den Freund. „Vielleicht ist diese Waldkirche in Timmendorfer Strand der wichtigste Ort für ihn gewesen. Hier empfing er Gemeinschaft, hier konnte er verkündigen, was ihm Halt gab“, so der Bischof, der betonte: „Dieser Beruf war seine Berufung.“

Familie nahm in aller Stille Abschied

Pastor Professor Vogel hatte selbst einmal Psalm 139 für seine Trauerfeier bestimmt. Dort heißt es: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Bestimmt hatte Pastor Vogel auch, dass die Bach-Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ zu seinem für Mai geplanten Abschied von der Gemeinde gespielt werden solle – sein Ruhestand stand bevor. Sie erklang nun im Trauergottesdienst. Die Familie nahm im Anschluss an die Trauerfeier in aller Stille auf dem Timmendorfer Waldfriedhof Abschied.

Pastorin Gisela Arp-Kaschel übernimmt Vertretung

Ab Februar wird die emeritierte Pastorin Gisela Arp-Kaschel für drei Monate vertretungsweise die pfarramtliche Versorgung in Timmendorfer Strand übernehmen. Danach hätte die Kirchengemeinde ohnehin einen neuen Pastor bekommen. Die Ausschreibung läuft noch, die Bewerbungsfrist endet am 31.?Januar.

 

Die 500 Trauergäste kamen nicht alle ins Gotteshaus, sondern etwa 350 waren in der Waldkirche und 150 im Gemeindesaal und davor, wohin die Trauerfeier via Leinwand übertragen wurde. (Foto: KKOH)

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