Autohaus-Gelände am Lindenplatz soll neu bebaut werden

Am Lindenplatz werden künftig 800 Menschen Arbeitsplätze finden

Das Areal am Lindenplatz stellt seit Jahren kein angemessenes Bild am Eingang zum Unesco-Welterbe „Lübecker Altstadt“ dar. Es ist mit Gebäuden eines ehemaligen Autohauses und eines Einzelhandels bebaut. Das soll sich bald ändern.

Die in Gründung befindliche Heinz Besser-Stiftung, in deren Eigentum große Teile des Areals sind, die Hypoport AG und die Stadt haben sich auf ein Verfahren verständigt, um eine deutliche Aufwertung des Bereiches zu erreichen. Dabei soll eine dem Ort angemessene anspruchsvolle Bebauung entwickelt werden, sagt die Hansestadt. Die Sichtachse zum Dom soll dabei erhalten bleiben. So fordert es die Unesco.

Verschönerung des Stadteingangs

Aufgrund der stadtbildprägenden Lage am Stadteingang zum Unesco-Welterbe „Lübecker Altstadt“ und der unmittelbaren Nähe zum Denkmal Holstentor sind sich der Bereich Stadtplanung der Hansestadt Lübeck und Investor und zukünftige Nutzer Hypoport AG einig, an dieser Stelle einen kooperativen hochbaulichen Wettbewerb zur Erstellung einer hochwertigen Büroimmobilie durchzuführen.

Die Hypoport AG, ein stark wachsendes Netzwerk von Technologieunternehmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft mit bundesweit mehr als 1.800 Mitarbeitern, hat bereits im Sommer 2019 ihren rechtlichen Sitz von Berlin nach Lübeck verlegt. Eines der größten Tochterunternehmen der Hypoport-Gruppe, die Dr. Klein Privatkunden AG, hat bereits seit Jahrzehnten seinen Hauptsitz in der Hansestadt.

Generalüberholung für das gesamte Gebiet

„Der neue Hypoport-Campus am Lindenplatz ermöglicht uns, die gegenwärtig auf drei Standorte verteilten Hypoport-Unternehmen wieder zusammenzuführen. Zudem können wir so das mittelfristig geplante Wachstum auf rund 800 Mitarbeiter an unserem neuen Hauptsitz in der Hansestadt umzusetzen“, erklärt Ronald Slabke, CEO des SDAX-Konzerns. „Wir sind begeistert, in welch kurzer Zeit gemeinsam eine so gute Lösung gefunden werden konnte. Die konstruktive und kooperative Zusammenarbeit mit der Stadt Lübeck und der künftigen Heinz-Besser-Stiftung hat uns nach unseren Erfahrungen an unserem alten Hauptsitz sehr positiv überrascht.“

Das gesamte Gebiet wird mit diesem Vorhaben ein neues Gesicht erhalten. So sollen unter anderem Grundstücke neu zugeschnitten werden, außerdem soll eine Grünanlage entstehen. Die Gremien der Hansestadt Lübeck werden in den nächsten Wochen den Verkauf der Teilflächen beraten. Es ist beabsichtigt, dass die Bürgerschaft am 30. Januar 2020 abschließend entscheidet.

Das frühere Autohaus-Gelände soll neu bebaut werden. Foto: Holger Kröger

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