Stadtpark-Schüsse: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Der Mann wollte sich wohl erschießen lassen

Nach den tödlichen Schüssen im Lübecker Stadtpark hat die Staatsanwaltschaft Lübeck das Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeibeamten eingestellt. Am 2. November war ein 52-jähriger Mann von einem 34-jährigen Polizisten erschossen worden. Der Mann habe die Polizisten provoziert, so eine Pressemitteilung. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Mann von den Polizisten erschießen lassen wollte.

Die Schreckschusspistole sah echt aus

Der Mann war Anfang November durch sein bedrohliches wirkendes Verhalten im Stadtpark aufgefallen. Ein Passant hatte deswegen die Polizei verständigt. Noch am Streifenwagen habe der Mann eine Pistole auf die Beamten gerichtet. Dass es sich um eine Schreckschusspistole gehandelt hat, sei nicht ersichtlich gewesen, so die Ermittler. Der Mann verschanzte sich in einer Baumgruppe und schoss auf den 34-jährigen Polizisten und seine 21-jährige Partnerin. Der Polizist erwiderte mit zwei Schüssen und traf den Mann an Bein und Ferse.

Todesursche: Verbluten

Der 52-Jährige floh auf die Veranda eines Hauses und versuchte, in das Haus einzudringen. Wieder schoss der Unbekannte, der Polizist gab daraufhin neun Schüsse auf den Mann ab, bis dieser zu Boden ging. Er erlitt zwei Einschüsse in den Oberkörper und starb. Als Todesursache nennt die Staatsanwaltschaft Verbluten mit Einatmen von Blut.

Die Motivablage und die Tatsache, dass keine Gefahr für die Polizisten oder die Hausbewohner bestand, sei für die Beamten nicht ersichtlich gewesen, sagt das Ermittlungsprotokoll. Der Polizeibeamte habe sich daher weder eine vorsätzlichen noch einer fahrlässigen Tötung strafbar gemacht. OP

(Foto: Holger Kröger)

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