Reinfelder Wehr ist zum Bahnhof umgezogen

Feuerwehr ist glücklich über neuen vorübergehenden Standort in zentraler Lage.

Reinfeld. Die Freude war den rund 80 Aktiven der Reinfelder Feuerwehr anzusehen, als sie jetzt ganz offiziell ihren neuen Interimsstandort an der Mahlmannstraße 1 eingeweiht haben. Im Gegensatz zur Enge des Rettungszentrums in der Ahrensböker Straße bietet ihnen der vorübergehende Standort gegenüber dem Bahnhof auf dem ehemaligen Gelände des Baustoffhandels Seiler & Lübkert sehr großzügige Bedingungen: 540 Quadratmeter Nutzfläche in bester Lage mit Umkleiden, Werkstatt, Büro, ausreichend Parkplätzen und weiteren 140 Quadratmetern in der ehemaligen Gaststätte „Lallbüddel“, in der zuletzt der „Reinfelder Grill“ ansässig war. Dort sind Aufenthaltsräume, WCs und eine Teeküche untergebracht.

Schon rein äußerlich wird an dem Gebäude mit einer markanten grünen Eingangstür und ansprechender Leuchtreklame deutlich, mit welcher Hingabe die Feuerwehrleute ihr neues Domizil ausgestaltet haben – auch wenn es nur vorübergehend für rund zwei Jahre der Fall sein wird. „Es ist bemerkenswert, wie zeitig hier Leben eingezogen ist und selbst am Abend noch Licht zu sehen war“, sagte Bürgervorsteher Gerd Herrmann während der Einweihungsfeier und lobte die Hilfsbereitschaft der Reinfelder Wehr beim eigenen Umzug und bei der Unterstützung der Reinfelder Vereine. Dabei können sich die Brandschützer auch über mangelnde Einsätze nicht beklagen.

Die Feuerwehr hatte in 2019 viel zu tun

196 haben sie im vergangenen Jahr hinter sich gebracht. Von ihrem neuen Standort aus, den sie zum 1. Dezember bezogen haben, waren es bis Freitag bereits 16 Einsätze. Groß ist die Freude über den Interimsplatz, den Bernd Seiler der Stadt vermietet hat. Auf dem Platz steht die 290 Quadratmeter große Leichtbauhalle mit ausreichend Platz für Fahrzeuge, Anhänger und weiteren Gerätschaften. „Zentraler geht es gar nicht mehr. Dafür sind wir sehr dankbar. Aber wir wären heute noch nicht hier, wenn ihr euch nicht so sehr eingesetzt hättet“, lobte auch der stellvertretende Wehrführer Marco Mess sein Team. Es hatte der Verwaltung mit Rat und Tat zur Seite gestanden, Angebote eingeholt und einfach geguckt, dass alles läuft. Dreh- und Angelpunkt war dabei Gerätewart Martin Hoffmann, der als Elektriker weiß, worauf es beim Bau ankommt.

Die neue Feuerwache soll Ende 2021 fertig sein

In einem Raum geht wohl allen Aktiven der Feuerwehr besonders das Herz auf: in der großzügigen Umkleide mit den nagelneuen, knallroten Spinden. „So etwas hatten wir noch nie. Im Rettungszentrum gab es nur einen Haken für jeden Feuerwehrmann zwischen Wand und Stoßstange“, erzählt der Gerätewart. „Wenn die neue Feuerwache fertig ist, werden die Spinde mit umziehen“, ergänzt Bürgermeister Heiko Gerstmann. Wenn alles nach Plan verläuft, soll das zu Weihnachten 2021 der Fall sein.

Zunächst aber muss das alte Rettungszentrum abgerissen werden, der Auftrag dafür soll am 22. Januar 2020 vergeben werden. An gleicher Stelle wird die neue Rettungswache entstehen, die aufgrund gestiegener Auflagen zum Schutz der Feuerwehrleute durch die Feuerwehrunfallkasse wesentlich größer ausfallen wird. Wie es Reinfeld schon bei der Immanuel-Kant-Schule (IKS) gehalten hat, will die Stadt nicht selbst als Bauherr auftreten. Heiko Gerstmann: „Mit der IKS hat Reinfeld gute Erfahrungen gemacht. So soll es wieder laufen. Eine Firma wird die Feuerwache bauen, die Stadt mietet und erwirbt damit das Eigentum.“

Reinfelds stellvertretender Wehrführer Marco Mess zeigt die Umkleide mit den roten Spinden, die später in die neue Feuerwache umziehen werden. In der alten Rettungswache mussten sich die Feuerwehrleute mit simplen Haken an der Wand der Fahrzeughalle zufrieden geben. Foto: Petra Dreu

 

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