Jubiläumaktionen geplant: 50 Jahre Kreis Ostholstein

Die älteren Leser werden sich noch erinnern: Vor einem halben Jahrhundert waren die Ostholsteiner noch keine Ostholsteiner. Der Begriff wurde erst mit der schleswig-holsteinischen Kreisreform 1970 geprägt. Davor gab es den Kreis Eutin und den Kreis Oldenburg in Holstein. Am 26. April jährt sich die Fusion zum Kreis Ostholstein nun zum 50. Mal.

Landrat Sager: „Unser Kreis hat eine praktikable Größe“

„Im Ergebnis war das eine gute Entscheidung. Mit der Fläche von knapp 1400 Quadratmetern und mit den rund 200 000 Einwohnern liegen wir genau in der goldenen Mitte der Kreise Schleswig-Holsteins. Unser Kreis hat eine praktikable Größe“, meint Landrat Reinhard Sager. Natürlich weiß er, dass der Zusammenschluss damals insbesondere in Oldenburg nicht besonders populär gewesen ist. „Die Oldenburger haben mit schwarzen Fahnen vor dem Kreistag demonstriert“, berichtet Sager. Der Norden hatte schließlich auch die bittere Pille zu schlucken, dass Eutin Kreisstadt wurde. Der Legende nach soll die Länge des Brockhaus-Eintrages der beiden konkurrierenden Kreisstädte diese Frage entschieden haben. „Aber heute fühlen sich die Menschen doch alle als Ostholsteiner. Sie identifizieren sich mit dem Kreis – und auch mit dem OH-Kfz-Kennzeichen“, so der Landrat.

Das Jahr nutzen, um über das Dienstleistungsangebot zu informieren

Mit den Jubiläumsaktivitäten wolle man sich aber nicht selbst feiern, „sondern wir wollen das Jahr nutzen, um die vielfältigen Dienstleistungen der Kreisverwaltung den Einwohnern näherzubringen und alle Angebote in Ostholstein transparent darzulegen“, erläutert Sager. Schließlich sei die Bedeutung der Kreise und damit ihre Aufgaben in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewachsen. Immer mehr gesetzliche Zuständigkeiten wurden auf Kreisebene gebündelt. „Auch wenn die Finanzausstattung damit nicht immer schrittgehalten hat“, kritisiert Sager mit Blick auf Land und Bund. Heute sind beim Kreis knapp 600 Mitarbeiter beschäftigt, ans Eutiner Kreishaus soll demnächst angebaut werden.

Tag der offenen Tür am 22. August in Eutin

Das Jubiläumsprogramm startet am 26. April mit dem obligatorischen offiziellen Festakt für geladene Gäste. Am 22. August laden dann die Kreisverwaltung und der Kreistag zum „Tag der offenen Tür“ nach Eutin ein. „Auch weitere Verbände und Organisationen aus Ostholstein werden mit uns gemeinsam diesen Tag gestalten“, erklärt Pressesprecherin Carina Leonhardt. Im Eutiner Ostholstein-Museum ist eine große Sonderausstellung mit Werken der Norddeutschen Realisten geplant. Die Künstler haben in zwei Symposien verschiedene Ecken und Winkel Ostholstein erfasst und präsentieren ihre Arbeiten ab August 2020 im Museum.

Namhafte Ostholsteiner Autoren schreiben über ihre Heimat

Bereits im März soll das Buch „Kreis Ostholstein – ganz persönlich“ vorgestellt werden. „25 namhafte Autoren aus ganz Ostholstein beleuchten den Landkreis aus ihren individuellen Blickwinkeln. Es sind Liebeserklärungen an Ostholstein“, so Carina Leonhardt. Für die kleinen Ostholsteiner ist außerdem ein Wimmelbuch geplant, das in Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Stiftung und dem Oetinger Verlag herausgebracht wird. Der Titel lautet „Entdeckungsreise durch mein Ostholstein“, illustriert wird es von Sebastian Coenen. Wie schön und liebenswert der Kreis ist, soll darüber hinaus ein Imagefilm zeigen, der mit einem professionellen Kamerateam gedreht wurde. vg

 

Landrat Reinhard Sager und Pressesprecherin Carina Leonhardt freuen sich auf den Kreis-Geburtstag. Das Jubiläumslogo ziert bereits Briefe und E-Mails. (Foto: Graap)

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