Der neue Neukirchener Pastor ist gerne ein „Landei“

14 Monate nach dem Wechsel von Stefan Grützmacher nach Eutin hat die evangelische Kirchengemeinde Neukirchen einen neuen Pastor: Andreas Knabe wird am Sonntag, 15. Dezember, im 11-Uhr-Gottesdienst in der Johanniskirche ins Amt eingeführt. Im Anschluss findet ein Empfang in der Pastoratsscheune statt.

Andreas Knabe war zuletzt Militärpfarrer in Kiel

Der gebürtige Sauerländer hat in Münster und Erlangen Theologie studiert, im Ruhrgebiet sein Vikariat absolviert und war am Möhnesee als Pastor tätig. Der Liebe wegen zog er vor 16 Jahren nach Schleswig-Holstein. Ehefrau Petra Rink arbeitet in der Geschäftsführung der Diakonie in Preetz. „Als Pastor der Evangelischen Kirche von Westfalen habe ich zunächst keine Stelle bei der Nordkirche bekommen, ich war aber elf Jahre als Militärpfarrer in Kiel tätig“, erzählt der 54-Jährige und betont: „Weil ich auch ein großes Herz für das Meer habe, war ich bei der Marine genau richtig.“

„Diese Stelle in Neukirchen ist wie ein Sechser im Lotto“

Nun ist sein eigentlicher Wunsch, Pastor auf dem Land zu sein, doch noch in Erfüllung gegangen. „Die Stelle in Neukirchen ist wie ein Sechser im Lotto. Ich bin ein Landei und freue mich aufs Dorfleben“, sagt Knabe. Das Ehepaar wohnt auf einem Resthof in der Nachbargemeinde Lebrade, dort ist der Theologe auch Mitglied der Feuerwehr. „Wegen der Residenzpflicht werde ich jetzt wieder mehr pendeln und mit meiner Frau mal hier und mal dort zu Hause sein“, meint Knabe. Flächenmäßig ist Neukirchen eine der größten Kirchengemeinden im Norden und umfasst Orte in Ostholstein als auch im Kreis Plön. „Insgesamt habe ich über 20 Dörfer zu betreuen – von Benz bis Grebin, von Rantzau bis an den Rand von Lütjenburg“, erläutert der neue Pastor, der die ersten Ortschaften bereits am Volkstrauertag kennengelernt hat.

Der Pfarrgarten hat es dem Theologen bereits angetan

Großartige Pläne hat Andreas Knabe nicht in der Schublade. „Wenn man neu ist, ist es klug, sich ein Jahr dafür Zeit zu lassen, das wertzuschätzen, was die Vorgänger einem überlassen haben. Danach halte ich mit dem Kirchengemeinderat Rückschau und wir gucken nach Projekten“, so der Theologe. Wichtig ist ihm jedoch, die junge Generation in ihrem neu erwachten Bewusstsein, die Schöpfung zu schützen und zu bewahren, zu unterstützen. Außerdem hat es ihm der Neukirchener Pfarrgarten angetan: „Das ist ein einzigartiger Ort, an dem man vielleicht einmal Konzerte anbieten sollte“, hat Andreas Knabe eine erste Idee im Kopf. vg

 

Andreas Knabe ist neuer Pastor in Neukirchen. Die 859 Jahre alte Johanniskirche hat er bereits ins Herz geschlossen. (Foto: Graap)

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