Millionenzuschüsse für Reinfelds Teiche

Der Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt 1,3 Millionen Euro für die Entschlammung

Feierstimmung in Reinfeld: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Donnerstagabend mit den Stimmen von CDU und SPD insgesamt 1,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ für die Entschlammung der Reinfelder Teiche zur Verfügung gestellt. Abgerufen werden können die Gelder in zwei Tranchen von jeweils 650 000 Euro in den Jahren 2020 und 2021. Das Beste: Die finanziell angeschlagene Karpfenstadt muss keine Eigenmittel für das bundesweit erste Modellprojekt aufbringen.

Die Planung ist bereits in vollem Gange

Es gibt sogar bereits eine erste Terminplanung: In der Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses am 25. November haben die Ausschussmitglieder ein „Monitoring-Konzept für die Reinfelder Teiche“ in Form einer Masterarbeit an der Technischen Hochschule Lübeck auf den Weg gebracht. Darin sollen der Ist-Zustand der Reinfelder Teiche untersucht, alle Messdaten bewertet und ein Konzept für die langfristige Beobachtung der Gewässer erstellt werden. Dabei sollen außerdem die besten verfügbaren Technologien zur Verbesserung der Teichqualität zusammengestellt, interpretiert und im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit bewertet werden.

Die Weichen wurden bereits letztes Jahr gestellt

Bereits im vergangenen Jahr hatte Lorenz Hartwig, Vorsitzender der CDU Reinfeld, zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens die Weichen für das Referenzprojekt und die damit verbundene hohe Fördersumme gestellt. Nun drückt er auf die Tube. „Im Frühsommer sollen bereits die ersten Ausschreibungen erfolgen“, kündigt Hartwig an, der bei dem Vorhaben die anderen Parteien an seiner Seite weiß.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

„Die Teiche sind das Aushängeschild Reinfelds. Deshalb hat die Entschlammung für alle Fraktionen einen hohen Stellenwert“, weiß der Ausschussvorsitzende Dr. Stefan Weber (SPD), dem vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig ist. Dabei unterstreicht er die Rolle der Technischen Hochschule Lübeck, die im Reinfelder Wasserwerk bereits ein Labor unterhält: „Nach der Masterarbeit eines einzelnen Studenten muss das Projekt schließlich weitergeführt werden.“

Besprechungstermin am Herrenteich: Ewald Eden, Bürgervorsteher Gerd Herrmann, Lev Roden, Lorenz Hartwig, der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens, Tim Schubert und Gerd Jonuscheit (v. li.). Foto: PD

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