Erste Kneipp-Kita

Zertifikat wurde der Kita Sternschnuppe feierlich beim Lichterfest übergeben

Als Kneipp-Kita wird man nicht mal eben so nebenbei ernannt. Dafür ist eine umfangreiche Auditierung erforderlich, die die Kita Sternschnuppe in Trägerschaft der Johanniter vor gut vier Wochen erfolgreich bestanden hat. Jetzt wurde beim Lichterfstfest das Zertifikat feierlich übergeben.

„Wir setzen die fünf Säulen des Kneipp-Prinzips täglich um“, erklärt Kitaleiterin Tina Pötzl. Schon beim Bau des Kindergartens wurden ein Kneippbecken und in den Gruppenräumen Armbadbecken für Armgüsse installiert. Das Wasser ist eine der fünf Säulen. Außerdem gehört die Lebensordnung für einen geregelten Tagesablauf dazu. Weitere Säulen sind Bewegung, Ernährung und Heilkräuter. Alles fließt in den Kindergartenalltag ein.

Die Kinder dürfen selbst entscheiden, was sie gern machen wollen. Wichtig ist jedoch, dass alles täglich erfolgt, vor allem der Reiz durch das Wasser. Erfahrungen aus anderen Kneipp-Kitas zeigt, dass durch die Vorbeugung das Immunsystem gestärkt wird und der Krankenstand in den Kitas deutlich gesunken ist. Das gilt übrigens nicht nur für die Kinder, sondern auch für das Erzieherinnenteam in der Kita.

Mit der Zertifizierung ist die Kita Sternschnuppe im Lübecker Raum die einzige Kneipp-Kita. Die nächste gibt es erst in Malente. In Süddeutschland, wo die Kneippbewegung ihren Ursprung hat, gibt es dagegen sehr viele Kneipp-Kitas.

Bei der Zertifizierungsfeier erklärte Alfons Szczerban, Vorsitzender des Kneipp-Vereins Lübeck und Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein und Hamburg: „Eine gesunde Gesellschaft fängt bei den Kindern an.“ Wasser und Kinder zusammenzubringen sei ja nicht so schwer, meinte er scherzhaft. Und er dankte ausdrücklich dem Kita-Team für die gute Zusammenarbeit. „Das hat richtig Spaß gemacht.“

Feierliche Übergabe des Zertifikats und der Plakette beim Lichterfest durch Alfons Szczerban (re.) an Kita-Leiterin Tina Pötzl (3.v.r.) im Beisein von Johnanniter-Bereichsleiter Peter Küpper (5.v.r.). Foto: Anja Hötzsch

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