Obstwiese wird jetzt beweidet

Schafe verbinden am Wennsee Ökologie und Ökonomie.

Seit Jahren wachsen auf einer Fläche am Wennsee verschiedene Obstbäume zum Nutzen der heimischen Insekten, des Landschaftsbildes und Bürger. Hier entstand ein hochwertiges Biotop als Ausgleich für Bauvorhaben in der Gemeinde.

Zusammen mit Peer Frasch, einem ortsansässigen Schäfer, gelang es der Gemeinde nun, eine Beweidung der Wiese zu organisieren. Zum Schutz der Schafe ist die Wiese eingezäunt. Das Betreten der Fläche für die Bürger ist weiterhin möglich, soweit sich in diesem Bereich nicht gerade Schafe befinden. Gerade zur Obsternte werden die Flächen nicht beweidet, sodass auch weiterhin das Obst sämtlichen Besuchern zur Verfügung steht.

„Die Mahd der Wiese gestaltet sich durch das gute Wachstum der Bäume immer schwieriger und teurer. Diese Fläche zu beweiden, am Besten mit Schafen, das wäre mein Wunsch“, meinte Dietmar Krieger, bei der Gemeinde für die Ausgleichsflächen zuständig. Schafe sind nicht nur leiser, durch den regelmäßigen und häufigen Verbiss bildet sich auch eine dichte Grasnarbe. Besonders gerne werden stickstoffreiche Pflanzen abgeweidet, ein Beitrag zur Sicherung und Entwicklung einer bunten Krautschicht, wie sie für Obstwiesen typisch ist. „Vielleicht gelingt es mit den Schafen, die sich entwickelnden Brennnesselbestände zurückzudrängen“, so Dietmar Krieger weiter.

Eines wünscht sich Peer Frasch noch: Hunderbesitzer sollten ihre Tiere von den Schafen fernhalten. „Schafe sind Fluchttiere, Hunde sind Jagdtiere. Die Gefahr, dass sich ein flüchtendes Schaf verletzt oder gar über den Zaun ausbüchst, ist immer gegeben.“


Diese Schafe beweiden nun die Obstwiese am Wennsee. Foto: Gemeinde Scharbeutz

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