UKSH eröffnet seinen Neubau

3000 Gäste beim Tag der offenen Tür

historischer Meilenstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das „Klinikum der Zukunft“ am Freitag am Campus Lübeck seine Pforten geöffnet. Mehr als 3000 Gäste, darunter 500 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau eines der europaweit modernsten Medizinzentren.

Neubau mit sieben Etagen

Der siebenstöckige Neubau ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Lübeck. Der Neubau vervollständigt das bestehende Zentralklinikum und schafft gleichzeitig eine neue Infrastruktur für das gesamte Lübecker Klinikum. Um immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren zu können, rücken im Neubau die Disziplinen in unmittelbare Nachbarschaft zueinander, die für die Patientenversorgung zusammengehören.

„Das UKSH ist mit dem Neubau in Lübeck und dem neuen Zentralklinikum in Kiel jetzt bestens aufgestellt. Damit beginnt in diesem Jahr eine neue Ära für die Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein. Wir haben mit dem Masterplan für das UKSH die Basis für eine auch in Zukunft hohe medizinische Leistungsfähigkeit geschaffen. Als Land stehen wir fest hinter unserem Universitätsklinikum“, so Daniel Günther.
„Mit dem herausragenden Klinikneubau des UKSH bleibt Lübeck auch künftig ein Ort der Spitzenmedizin und -forschung. Dies ist entscheidend für die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger auf höchstem Niveau und stärkt die erfolgreiche Zusammenarbeit von innovativer Wissenschaft und Wirtschaft in Lübeck“, sagte Jan Lindenau.

„Wir haben mit einem herausragenden Team eine gewaltige Herausforderung gemeistert“, erklärte Prof. Dr. Jens Scholz. „Nach nur vier Jahren ist die Vision des fächerübergreifenden und digitalisierten Krankenhauses jetzt Wirklichkeit.“ Die Gesamtobjektkosten für den Campus Lübeck belaufen sich auf 250 Millionen Euro.

Neuer Vorplatz und Haupteingang

Über den neuen Vorplatz und den neuen Haupteingang an der Ratzeburger Allee in Lübeck erreichen Patienten, Besucher und Mitarbeiter die großzügige Magistrale im Erdgeschoss. Auf 440 Quadratmetern Fläche ist sie als Patientenboulevard gestaltet, mit Information, Self-Check-in-Terminals, Bistros und Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus gelangt man zu den acht Normalstationen und sieben Intensivstationen sowie den Ambulanzen und Funktionsbereichen, unter anderem dem Ambulanz-OP mit vier OP-Sälen.

Ein neues, übersichtliches Wegeleitsystem ermöglicht eine unkomplizierte Orientierung im Gebäude. Bis hinein in die 246 Patientenzimmer setzt sich die Idee des lichtdurchfluteten Krankenhauses fort. Bewusst niedrige Brüstungen erlauben maximal möglichen Lichteinfall und größtmögliche Ausblicke, und zwar auch aus dem Krankenbett heraus. In den Räumen herrschen freundliche, helle Farben vor. Warme Holztöne schaffen eine hohe Behaglichkeit – unter Einhaltung höchster hygienischer Standards

Umzug der Klinken ab 21. November

Mit den Neubauten des UKSH sind wegweisende Innovationen und Vorteile für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen verbunden. So gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer sowie ein neues Verpflegungssystem auf den Stationen mit einem vielfältigen Speisenangebot. Überall dort, wo Angehörige Zugang haben, finden sie angenehme Aufenthaltsbereiche.

Vom 21. bis 24. November ziehen 13 Kliniken einschließlich der Interdisziplinären Notaufnahme bei laufendem Betrieb in den Neubau ein. Darum fährt das UKSH am Umzugswochenende zweigleisig: So können parallel im Alt- wie im Neubau Patienten behandelt werden, auch die Interdisziplinäre Notaufnahme ist ohne Unterbrechung einsatzbereit. Der Umzug eines Klinikums dieser Größenordnung ist eine logistische Herausforderung. Für jeden Klinikbereich wurden die komplexen Prozesse während des Umzugs in der Theorie durchgespielt und detailliert geplant. Die Mitarbeiter im medizinischen und pflegerischen Bereich haben sich mit den Arbeitsabläufen im neuen Gebäude in Workshops und auf bereits fertiggestellten Musterstationen vertraut gemacht.

Dass das Umzugskonzept erfolgreich ist, zeigte bereits der Umzug am Campus Kiel: Im April 2019 zog dort die Interdisziplinäre Notaufnahme um, im August bezogen 13 Kliniken das neue zentrale Klinikgebäude, ebenfalls bei laufendem Betrieb

Foto: Kim Carolin Struve

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Eine Antwort auf „UKSH eröffnet seinen Neubau“

  1. Michael Horch sagt:

    Die Interdisziplinäre Notaufnahme ist eine Katastrophe!!!
    Mit Wartezeiten bis zu 10 Std.
    Ein Beispiel: Ein Maler hat sich den Zeigefinger am ersten Gelenk fast komplett abgetrennt, das Stück Finger hing noch an einem Fetzen Haut.
    Nach über 9 Std.warten ist er in ein anderes Krankenhaus.
    Hoffe mal das sein Finger gerettet werden konnte.
    Was ich überhaupt nicht verstehe warum Menschen mit Schnupfen oder Husten in die Notaufnahme gehen, das gehört verboten!!!!
    Datenschutz, da muß ich mal lachen,die Schwestern bitten die Leute doch ins Wartezimmer zu gehen, was übervoll ist,und Wände aus Glas Hat.
    Wenn man es endlich in ein Behandlungszimmer geschafft hat, liegen dort Patientenakten rum, sowie die Versicherten Karte in meinem Fall.
    usw.usw.usw.
    Ich könnte noch mehr schreiben, aber wird sich deshalb etwas ändern ?
    Ich denke nicht!
    Es ist einfach eine Schande Menschen mit Schmerzen so lange warten zu lassen.
    Aber Personal geschweige den Ärtzte kosten ja Geld.
    Lieber Modern und Schicki Micki und alles Neu und wie toll doch alles ist
    Na lec… mich doch am Ar…. kann ich da nur sagen.

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