Travemünde: Die richtige Richtung für die Kaiserallee

Das Thema wird in der nächsten Sitzung des Ortsrates am 20. November besprochen

Während der Großveranstaltung Travemünder Woche wird die Kaiserallee für zehn Tage zur Einbahnstraße. Doch in diesem Sommer blieben die Verkehrsschilder überraschend einfach stehen. Auslöser waren die vielen Falschparker entlang der Liegewiese Grünstrand, die im Frühsommer für Schlagzeilen sorgten.

Ihre falsch abgestellten Pkw könnten Zufahrtstrecken für Not- und Rettungswege blockieren, so die Befürchtungen. Die Verwaltung startete daher einen so genannten „Verkehrsversuch“ und verlängerte die Einbahnstraßen-Regelung bis Anfang November. „Die Sicherheitsbehörden (Polizei, Feuerwehr sowie Ordnungs- und Verkehrsdienst) bewerten den Verkehrsversuch sehr positiv“, zieht die Stadt nun in einer Mitteilung ihr Fazit. Die Straßenverkehrsbörde hätte dagegen unterschiedliche Rückmeldungen erhalten: Als positiv sei der ruhigere Verkehrsfluss wahrgenommen worden, als negativ die längeren Fahrtwege.

So muss zum Beispiel der Lieferverkehr der Hotels mit den Lkw nun Umwege durch das Wohngebiet nehmen. Die Travemünder SPD sprach im Ortsrat von einer „nicht hinnehmbaren Zunahme des Verkehrs vor allem an den Straßen Strandweg, Backbord, Steuerbord sowie Leegerwall und Mittschiffs“. Und die Apotheke am Anfang der Kaiserallee sammelte sogar Unterschriften gegen die Einbahnstraßenregelung, da sich die Kundenbeschwerden häuften.

Das Thema kommt nun noch einmal in den Ortsrat, denn die Travemünder SPD hatte in der Oktobersitzung beantragt, die Kaiserallee nicht ganzjährig zur Einbahnstraße umzuwidmen. Stattdessen sollte die Verkehrsüberwachung in den Sommermonaten verstärkt werden. Die CDU ließ den Antrag jedoch vertagen. In der November-Sitzung wird sie sich vermutlich für eine Einbahnstraßenregelung aussprechen.

Wer die Sitzung verfolgen möchte: Der Ortsrat tagt am Mittwoch, 20. November, um 19 Uhr im Travemünder Gesellschaftshaus, Torstraße 1. Weitere Themen sind der Grünstrand sowie die Entwicklungen auf dem Priwall.

Nach Ende des „Verkehrsversuchs“ ist die Kaiserallee wieder in beide Richtungen befahrbar. Foto: HN

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