Initiative „Wir für Mehrweg“ mit Bundespreis geehrt

Gastronomen können sich jetzt auf die kommende Mehrwegpflicht vorbereiten und den zeitlichen Vorsprung zu ihrem Vorteil machen.

Deutsche Stiftung Verbraucherschutz zeichnet Projekt aus Lübeck aus

Für ihr Engagement für Verbraucherschutz im Bereich Nachhaltigkeit wurde die Initiative „Wir für Mehrweg“ aus Lübeck mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2019 und einem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro geehrt.

Seit Jahren nimmt der Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern stetig zu. Mittlerweile werden nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe bundesweit insgesamt rund 2,8 Milliarden Einwegbecher pro Jahr verbraucht – das sind 320?000 Stück pro Stunde (Stand 2016). In Lübeck haben sich Akteure aus Politik, Verwaltung, Gewerbetreibende und Verbände dazu entschlossen, etwas dagegen zu tun. Sie haben sich zur Initiative „Wir für Mehrweg“ zusammengeschlossen und die Einführung eines Pfandsystems initiiert, um Müll durch Einwegbecher für Kaffee und andere Heißgetränke zu vermeiden. Dafür wurde „Wir für Mehrweg“ mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2019 ausgezeichnet.

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz verlieh den Bundespreis Verbraucherschutz in Berlin zum vierten Mal. „Viele Menschen engagieren sich dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Rechte aufgeklärt werden oder Konsumentscheidungen stärker hinterfragen. Dieses Engagement wollen wir durch die Auszeichnung würdigen und sichtbarer machen“, so Christine Lambrecht, Bundesverbraucherschutzministerin und Schirmherrin des Preises.

Die Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, hielt die Laudatio auf die Lübecker Initiative und lobte: „Ich freue mich sehr, dass der Bundespreis Verbraucherschutz in der Kategorie Projekt nach Schleswig-Holstein geht. ,Wir für Mehrweg’ ist nicht nur eine kluge Idee, um Einwegbecher einzusparen, sondern bringt die Themen Abfallvermeidung und Recycling insgesamt ins Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher. “

Bürgermeister Jan Lindenau nahm gemeinsam mit Birgit Hartmann, Bereichsleiterin Umwelt, Natur und Verbraucherschutz, sowie Frank Denker, erster Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, den Preis in Berlin entgegen. „Die Auszeichnung mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2019 für die Initiative ‚Wir für Mehrweg‘ ist für die Hansestadt Lübeck Grund zur Freude und Ansporn zugleich“, sagte Lindenau anlässlich der Ehrung.

Foto: Lutz Roeßler

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.