Eutiner Feuerwehr soll an den Meinsdorfer Weg

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Mittwoch, 23. Oktober, um 18 Uhr im Bauamt, Lübecker Straße 17, könnte zu einem Eutiner Dauerthema endlich eine Entscheidung fallen: Die Standortfrage für den Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Eutin scheint gelöst. Die Stadtverwaltung hat ein Grundstück am Meinsdorfer Weg, angrenzend an die Bundesstraße 76, als geeignet ausgemacht. Von hier aus lassen sich nicht nur die Hilfsfristen der Einsatzkräfte einhalten, das Areal wäre als bislang unbebaute Außenbereichsfläche auch kurzfristig verfügbar und somit könnte das Bauvorhaben zügig umgesetzt werden.

Stadt muss einen neuen Bebauungsplan aufstellen

Die Voruntersuchungen haben außerdem ergeben, dass das Nebeneinander von Feuerwehr und dem Wohnen auf dem anvisierten Gelände möglich ist. Deshalb ist angedacht, abgeschirmt im rückwärtigen Bereich der Fläche beidseitig einer Planstraße Wohnbauflächen auszuweisen. Für eine langfristige Flächenbevorratung mit Wohnbauflächen regt die Stadtverwaltung an, auch die Kleingärten zwischen dem Meinsdorfer Weg, Quanswiese und Dosenredder in den neu aufzustellenden B-Plan einzubeziehen.

FWE regt grüne Bungalows und sozialen Wohnungsbau an

Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Eutin (FWE) hat sich bereits detailliert mit dem Gebiet beschäftigt und einen Vorschlag zur Bebauung ausgearbeitet. Im Zuge der Überplanung des Gesamtgrundstückes könnte hier auch eine Wohnbebauung für Feuerwehrleute erfolgen. Die FWE schlägt vier Wohnblöcke mit Betriebswohnungen für Blauröcke vor. „Als Abrundung ist eine kleine Siedlung mit Gemeinschaftshaus und Kindertagesstätte möglich. Diese sogenannte Teppichsiedlung könnte aus 32 Wohneinheiten im Bungalowstil mit bis zu 128 Quadratmetern Wohnfläche und bis zu 400 Quadratmeter großen Grundstücken bestehen. Die Eigenheime stehen eng zusammen, aber ohne direkten Kontakt zum Nachbarn. Jedes Haus hat einen Innenhof, der nicht einzusehen ist“, erläutert FWE-Fraktionschef Malte Tech. Die Häuser sollen Grasdächer, die als Wärmepuffer funktionieren, bekommen. Die Garagen und das Feuerwehrgerätehaus erhalten Solaranlagen. Am alten Feuerwehr-Standort am Priwall schlägt die FWE vor allem die Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch sozialen Wohnungsbau vor. Dort könnten insgesamt 36 Wohneinheiten entstehen.

Die FWE hat ein Modell von ihrer Bebauungsidee gebastelt. (Foto: hfr)

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