Priwall: Menschenkette gegen Ausbau

Es waren viel mehr Teilnehmer als geplant

So viel Zuspruch überraschte selbst die Organisatoren: Statt der bis zu 400 angemeldeten Teilnehmer zählten die Veranstalter am Sonnabend mehr als 1000 Personen, die sich an der Menschenkette rund um den „Kohlenhof“ auf dem Priwall beteiligten.

Demonstranten gegen Ausbau des „Beach Bay“

Das Gelände mit dem kleinen Wäldchen liegt attraktiv zwischen Priwallhafen und Priwallfähre in direkter Wasserlage an der Trave. Die Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit in Travemünde und Priwall (BIN) protestiert gegen eine Ausweitung der „Beach Bay“ (ehemals „Priwall Waterfront“) Ferienanlagen auf dieses Gebiet. „Der Kohlenhof muss in seiner jetzigen Form vollständig erhalten bleiben. Kein Baum darf gefällt werden“, sagte Ulrike Westphal von der BI per Megafon. Die Bürger sehen in der geplanten Bebauung weitere Eingriffe in die Natur und eine Zerstörung des Landschaftsbildes für noch mehr Tourismus.

Die Teilnehmer bildeten eine Menschenkette

„Hände weg vom Kohlenhof! Natur statt Beton, das ist unser Slogan!“, rief Ulrike Westphal unter großem Applaus. Daraufhin verteilten sich die vielen Menschen in einer Kette rund um das Waldstück. Katja Mentz von der Bürgerinitiative zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Eine Nachbesprechung der Aktion und weitere Pläne wird es auf dem November-Treffen der Bürgerinitiative geben.

Foto: Holger Kröger

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Eine Antwort auf „Priwall: Menschenkette gegen Ausbau“

  1. Robert sagt:

    Großklotzprojekt „Stein gegen Wald“ – Interessant ist die Motivation der Projekt-Befürworter. Herr Sven Hollesen, als Investor sieht das Ganze sportlich. Im fortgeschritten Alter, in dem viele seiner Altersgenossen sich um einen Platz im Seniorenheim kümmern, versucht er dieses antike, weitere Großprojekt gegen den Widerstand eines überwältigen Teils der Travemünder, durchzuboxen. Es wachsen keine Bäume in den Himmel, diese abzuholzenden Bäume sind dem Himmel bereits sehr nahe, sollte ein Investorenherz erweichen. Die Motive der Befürworter aus der Politik sind weit rätselhafter und wenig nachvollziehbar! Es wäre sinnvoller den Umbau des alten Krankenhauses voranzutreiben um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

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