Gute Noten für die Kant-Schule

Schulexperten lobten Unterrichtskonzepte, Fördermöglichkeiten und das Engagement von Schülern und Lehrern

Die Immanuel-Kant-Schule ist auf vielen Ebenen gut aufgestellt: Zu dem Schluss kamen die Experten des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), die von außen einen unvoreingenommenen Blick auf die Immanuel-Kant-Schule (IKS) geworfen haben.

„Alles in allem ist die Immanuel-Kant-Schule mit ihren Schwerpunkten, Zielen und der Gestaltung des Unterrichts gut aufgestellt. Was verbessert werden kann, sind zusätzliche Angebote für starke Schüler und neue Impulse für das Schulprofil. Damit kann die Akzeptanz der Schule bei den Eltern erhöht werden“, sagte der Schulexperte Dr. Matthias Habetha. „Es gibt Handlungsfelder wie das Schulleben und die Identität der Schule, die verbessert werden könnten.

Da ist die Schule aber bereits auf einem guten Weg“, lobte auch Christian Kühme vom IQSH. Weitere Pluspunkte seien gute Unterrichtskonzepte, Fördermöglichkeiten für schwächere Schüler sowie das Engagement des Lehrerkollegiums und der Schüler.

Über die vielen lobenden Worte freute sich das Lehrerkollegium. „Wir haben uns schon gedacht, das wir gar nicht so schlecht sind. Das jetzt bestätigt zu bekommen, ist schön“, sagte Clemens Schlaak, der an der Immanuel-Kant-Schul die Klassenstufen 7 und 8 koordiniert. Die Immanuel-Kant-Schule, an der 735 Schüler von rund 70 Lehrern unterrichtet werden, hat zwei Jahre auf eine Beurteilung durch die IQSH-Fachleute warten müssen. Landesweit wurden inzwischen 70 der insgesamt 800 Schulen für ein Feedback unter die Lupe genommen.

Dass ein gutes Schulfeedback das Image einer Schule aufbessern kann, liegt auf der Hand. „Schulen, die über zu wenig Anmeldungen geklagt haben, konnten danach steigende Zahlen verzeichnen“, so Habetha. Das wäre ganz im Sinne der Reinfelder Kant-Schule, die seit mehreren Jahren über sinkende Anmeldezahlen klagt. Noch immer gebe es zu viele Eltern, die ihre Kinder lieber an den Schulen in Bad Oldesloe anmeldeten, anstatt ihnen in Reinfeld kurze Schulwege zu ermöglichen. Christian Kühme: „Den Ruf einer Schule zu verbessern, ist nicht einfach, aber durchaus machbar.“ Konkrete Maßnahmen sollen in einem Jahresarbeitsplan festgelegt werden, den Lehrer und IQSH-Experten gemeinsam ausarbeiten werden.

„Wir schauen uns unter anderem die Ziele der Schule und ihren Unterricht an. Jede Schule setzt eigene Schwerpunkte. Aber stimmen dabei Wunsch und Wirklichkeit auch überein?“, erläuterte Habetha, der sogar aus ungeplanten Freistunden auf die Qualität einer Schule schließen kann. „Ausgefallener Unterricht ist an jeder Schule Realität. Erst wenn der Klassenlehrer nicht da ist, zeigt sich, wie das Klima an der Schule ist und welches Sozialverhalten und Regelverständnis die Schüler haben.“

Stolz präsentieren die stellvertretende Schulleiterin Jennifer Behnke (Mitte) und ihre Kollegen den Bericht zum Schulfeedback“. Foto: Petra Dreu

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