Rezeptpflichtige Verhütung für Lübeckerinnen mit wenig Geld kostenfrei

Kostenübernahme für ärztlich verordnete Verhütungsmittel ab sofort wieder möglich

Ab sofort können Frauen mit Wohnsitz in Lübeck und Anspruch auf Sozialleistungen oder mit geringem Einkommen wieder einen Antrag auf Kostenübernahme ärztlich verordneter Verhütungsmittel bei der Pro-familia-Beratungsstelle stellen. „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt nach dem Auslaufen des Modellprojekts „Biko – Beratung, Information und Kostenübernahme von Verhütung“ des Pro-familia-Bundesverbandes ein Budget bereitgestellt hat und die betroffenen Frauen nicht auf eine bundeseinheitliche Lösung warten lässt“, sagt Anne Potthoff, Leiterin von Pro familia Lübeck.

Das Angebot gilt für Lübeckerinnen, die das 22.?Lebensjahr vollendet haben (davor bezahlt die Krankenkasse) und Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, § 6a BKGG, Ausbildungsförderung nach Bafög, Berufsausbildungshilfe (BAB), Wohngeld oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten oder deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt. Nachweise darüber und das Rezept der Arztpraxis müssen in der Pro-familia-Beratungsstelle in der Fackenburger Allee 11 vorgelegt werden. Ist die Berechtigung gegeben, erhalten die Frauen eine Bestätigung der Kostenübernahme und bekommen die Verhütung kostenfrei. Für die Antragstellung ist eine vorherige Terminvereinbarung nötig.

Das Angebot der Stadt Lübeck ist eine vorübergehende Lösung. Pro familia fordert eine bundesweit einheitliche, gesetzlich verankerte Kostenübernahme von Verhütung für Menschen mit wenig Geld. „Das entspricht dem Menschenrecht auf Familienplanung und hilft, Schwangerschaftskonflikte zur vermeiden“, betont Potthoff.

Weitere Informationen und Terminvereinbarung bei Pro familia Lübeck, Fackenburger Allee 11, Telefon 0451/ 62?33?09, E-Mail:
luebeck@profamilia.de. Internet: www.profamilia.de/luebeck.

 

Foto: Pixabay

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