Auszeichnung für Forscherkita

Verein Kleine Forscher Schleswig-Holstein Ost feiert einjähriges Bestehen.

Mädchen und Jungen sind neugierig. Und sie haben ein großes Interesse daran, die Welt zu begreifen und zu erforschen. Dabei kommen sie täglich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen in Berührung: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, der Kakao dampft in der Tasse. Damit Kinder selbst Antworten auf ihre Fragen finden, sind gut ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen nötig. Genau dieser Mission hat sich der Verein Kleine Forscher Schleswig-Holstein Ost verschrieben: Als Partner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ schult er Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Gleich sieben Fortbildungen besuchten die Erzieherinnen der Lübecker „Forscherkita Spielen und Lernen“. Den pädagogischen Ansatz und viele Anregungen aus den Workshops setzt das Team beim gemeinsamen Forschen mit den Kindern vorbildlich um. Für ihr herausragendes Engagement in der frühkindlichen MINT-Bildung erhielt die Kita in St. Lorenz Nord jetzt von der Stiftung die Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher“.

Im Rahmen eines Forschertags nahm Leiterin Britta Raddatz die Plakette von Netzwerkkoordinatorin Andrea Baum entgegen. „2016 haben wir uns auf den Weg gemacht, Forscherkita zu werden, da das forschende Lernen unser Bild vom Kind spiegelt und dieser Ansatz alle Bildungsbereiche anspricht“, sagt Raddatz. Viel Unterstützung habe es vom Verein Kleine Forscher Schleswig-Holstein Ost gegeben. „Durch Ideen, Fachliteratur, Empfehlungen zur Raumgestaltung und vor allem durch die anregenden Fortbildungen wurden wir in unserer Arbeit intensiv begleitet.“, so Raddatz.

Die Zertifizierung fällt zeitlich mit dem ersten Jubiläum des Vereins zusammen. „Wir haben den Verein gegründet, um das seit 2015 existierende gleichnamige Netzwerk in eine stabile Trägerschaft zu überführen“, sagt Ellen Ehrich, Vorstandsvorsitzende des Vereins. Die Neuaufstellung ermögliche die dauerhafte Fortsetzung der erfolgreichen Bildungsarbeit in Lübeck und in den Kreisen Ostholstein, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg. „264 Kitas und 46 Grundschulen nutzen aktiv das Netzwerkangebot“, so Baum. „Jährlich führen wir bis zu vierzig kostenfreie Workshops durch. Bisher haben sich 1500 Fach- und Lehrkräfte qualifiziert. Allein im ersten Halbjahr 2019 verzeichneten wir 300 Teilnehmende in 23 Workshops.“

Als ehemaligem Schulleiter liegt Vorstandsmitglied Matthias Isecke-Vogelsang das Thema Bildung am Herzen: „Unser Ziel ist die Förderung der MINT-Fächer im Kita- und Grundschulbereich. Wir wollen diese Fächer aus ihrem Schattendasein herausholen und stärken, da sie zukunftsweisend für unsere ganze Gesellschaft sind – und weil dadurch mehr Mädchen angesprochen werden als bisher. Das ist eine Investition für die Zukunft“.

Über die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ freuten sich die Netzwerkkoordinatorinnen Andrea Baum und Kristina Severin, Praktikantin Celina Kröger, Kitaleitung Britta Raddatz, Vereinsvorstand Matthias Isecke-Vogelsang und die Kitakinder (von links). Foto: IHK/Tietjen

 

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