„Ein Hoch auf uns“

Eine Tischler-Junggesellin wurde gemeinsam mit 19 Junggesellen freigesprochen.

Große Freude an der Emil-Possehl-Schule und in der Tischlerinnung in Lübeck anlässlich der Freisprechung ihres Nachwuchses: Von 21 Auszubildenden im Tischlerhandwerk absolvierten 20 ihre Ausbildung erfolgreich und stellten ihre Gesellenstücke in der Emil-Possehl-Schule aus. Von einem modern designten Schreibtisch mit „runden Ecken“, einem Holzkicker auf Betonbeinen und weiteren Objekten waren beeindruckende Arbeiten aus dem Modewerkstoff Eiche zu sehen. Als Klassenbeste überzeugte Katharina Stein, die durch die Fertigung einer Anrichte mit klappbaren Hirnholzscheiben als versteckte Türöffner überzeugte.

„Zu unseren Junggesellen gehört auch ein 44-jähriger Armenier“, erzählt Klassenlehrer Hans Jansen. Dieser fertigte ein Ehebett mit schönen Verzierungen. „Fast schon ein Meisterstück“, so Jansen über die Arbeit des Tischlers, der bereits in seiner Heimat erfolgreich in seinem Beruf tätig war und zur vorgeschriebenen Anerkennung seiner Fähigkeiten in Deutschland eine nochmalige Ausbildung absolvierte.

Mit dem Titel „Ein Hoch auf uns und unser Leben“ wurde musikalisch und treffend in die Freisprechung eingeleitet. „Dies ist ein großer Tag für Sie“, stimmte Bürgermeister Jan Lindenau bei seiner Ansprache an die Junggesellen zu. Die Werkstücke, die ihn mit künstlerischer Raffinesse und vielen Details überzeugten, zeigten, „dass Sie sicher noch viel mehr erreichen werden“, so Lindenau. Es sei weiterhin spannend, Neues im Beruf zu erlernen, nachdem die erste Etappe erfolgreich bestanden sei.

Gesellenstück und Junggesellen: Katharina Stein mit ihren Mitschülern und Berufskollegen neben ihrer Anrichte aus Eichholz. Foto: mpa

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