Eine Lobby für den Goethe-Maler Tischbein

Am 8. August haben sich sieben Tischbein-Fans zusammengefunden und die „Tischbein-Gesellschaft Eutin“ gegründet. Der Verein will das Leben und Werk des Malers und Schriftstellers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. 20 Jahre lang lebte und arbeitete der Künstler in Eutin. Berühmtheit erlangte Tischbein durch das Bild „Goethe in der Campagna“, das nach der „Mona Lisa“ das meistkopierte und persiflierte Bild der Welt ist.

Kunstkreis-Chefin Ilse Heberlein ist Vorsitzende

Durch die Gründungsversammlung wurden zu Vorstandsmitgliedern bestellt Professorin Dr. Dr. Ilse Heberlein (Vorsitzende), Hilde Gewert (stellvertretende Vorsitzende), Professor Dr. Ingo Heberlein (Schriftführer), Professor Dr. Oskar Mittag (Schatzmeister) und Jürgen Werzl (Medienbeauftragter). Ziel der Vereinigung ist es, die in Eutin und Umgebung in öffentlicher und privater Hand vorhandenen Bestände an Werken Tischbeins und sonstige Zeugnisse seines Lebens und Wirkens zu erfassen und zu dokumentieren. Die Gesellschaft will den Künstler Tischbein in allen Facetten seines Wirkens in Vorträgen und Veranstaltungen, in geeigneten Medien und mit Angeboten für Schule, Jugendarbeit und Tourismus  präsentieren. Ein regelmäßiger Austausch mit der Stiftung Schloss Eutin, dem Ostholstein-Museum, der Kulturstiftung des Kreises Ostholstein und weiteren nationalen und internationalen Vereinigungen und Institutionen, die sich dem kulturellen Erbe Tischbeins widmen, ist vorgesehen.

Sorge um die Zukunft des Tischbein-Gartenhauses

Außerdem setzt sich die Gesellschaft für den Erhalt, die angemessene Nutzung und die öffentliche Zugänglichkeit der Wirkungsstätten Tischbeins in Eutin ein. Mit Sorge wird insbesondere die Diskussion um die Veräußerung des Tischbein-Wohnhauses sowie des dahinterliegenden, sanierungsbedürftigen in der Stolbergstraße 8 verfolgt. Der DRK-Ortsverein Eutin als Eigentümer der Immobilie will sich von dem Anwesen trennen. Das Gartenhaus ist derzeit vom Kunstkreis Eutin angemietet, der im Garten Tafeln zu Tischbeins Leben und Wirken aufgestellt hat. Der Garten ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig von Einheimischen, Touristen und Reisegruppen besucht. Die neue Gesellschaft beklagt, dass – anders als bei der Eutiner Persönlichkeit Carl Maria von Weber – das kulturelle Erbe Tischbeins in Eutin viel zu wenig gewürdigt werde, obwohl dieser hier jahrzehntelang gewirkt habe.

 

Der Vorstand der neuen Tischbein-Gesellschaft unter dem berühmtesten Motiv des Malers. (Foto: hfr)

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