Waffen lösen Polizeieinsatz aus

In St. Gertrud und Grömitz sorgten sogenannte Anscheinswaffen für Aufruhe.

Am Dienstag, 23. Juli meldeten Zeugen der Polizei in Grömitz einen jungen Mann, der offenbar eine Waffe im Hosenbund trug. Die Polizisten näherten sich vorsichtig und konnten eine sogenannte Soft-Air Waffe feststellen. Der 17-jährige hatte die Waffe zuvor in einem Geschäft in Grömitz erworben. Sogenannte Soft-Air Waffen mit einer Geschossenergie von unter 0,5 Joule sind einschränkungsfrei erwerblich.
Gegen den 17-jährigen wurde wegen des Vorfalls Anzeige erhoben.

Am folgenden Mittwochabend ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall in St. Gertrud. Um 20.23 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass im Bereich Schlutuper Straße eine männliche Person mit einer Schusswaffe gesehen worden sein sollte. Drei Funkwagenbesatzungen begaben sich zum beschriebenen Bereich und hielten Ausschau nach der verdächtigen Person, die von Zeugen als „circa 20 Jahre alt, männlich, schwarze Haare, Dreitagebart, graues Shirt und schwarzes Cap“ beschrieben wurde. Eine zur Beschreibung passende Person konnte auf einem Waldweg rückwärtig der Straße Am Pohl angetroffen werden.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Person um einen 13-jährigen Jugendlichen handelte, der angab, in seiner Umhängetasche eine Spielzeugwaffe mitzuführen. Nach Aushändigung stellten die Beamten zweifelsfrei fest, dass es sich tatsächlich um eine Spielzeugwaffe handelte. Allerdings wurde die Waffe von den Beamten des 3. Polizeireviers beschlagnahmt, aufgrund von einer weiteren Zeugenaussage, dass der Verdächtige zwei Mädchen und den Zeugen mit der Spielzeugwaffe bedroht haben soll.
Weitere Zeugen und Geschädigte des Vorfalls werden gebeten, sich unter Telefon 0451/1310 beim 3. Polizeirevier Lübeck zu melden, da das Verhalten des Jugendlichen ein Ermittlungsverfahren wegen des Führens einer Anscheinswaffe und Bedrohung zur Folge hat.

Das Führen einer Waffe, die vom Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe hervorruft, ist eine Ordnungswidrigkeit. In beiden Fällen zog das Führen dieser harmlosen Waffen nicht nur einen Polizeieinsatz, sondern auch weitere Ermittlungsverfahren und eine Anzeige nach sich.

Foto: Pixabay

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