Viel los auf der Waterfront

Die Investoren nennen es „den neuen Stadtteil von Travemünde“: das riesige Ferienprojekt rund um den Passathafen auf der Halbinsel Priwall – bisher bekannt als „Priwall Waterfront“. Nun soll es anders heißen: „Beach Bay“ stand in großen blauen Buchstaben auf dem Schild, das die Investoren auf dem großen Platz vor dem zukünftigen Tagungscenter präsentierten.

Noch bestimmen hier die Baumaschinen die Geräuschkulisse, doch schon ab dem Jahr 2020 soll jeder vierte Lübeck-Urlauber in der Anlage schlafen. Die Gäste sollen dann zum Beispiel im Restaurant von TV-Koch Steffen Henssler speisen und sich im „Bay Center“ bei Adventure Dünen Golf amüsieren.
Den neuen Namen für das 61 000 Quadratmeter große Areal hat eine Hamburger Markenagentur erarbeitet. Ein Segelschiff im Logo erinnert an das Museumsschiff „Passat“, das vor den Gebäuden vor Anker liegt. „Passatvillen“ heißen ja auch die vier rötlichen, mit Stelzen abgestützten Gebäude in der ersten Reihe. Gefolgt von 16 Promenadenvillen mit Blick auf den Passathafen und 32 Dünenvillen im Strandhausstil.

Dass nicht noch mehr solcher Gebäude errichtet werden, dafür will jetzt die neue Initiative „Natur statt Beton“ sorgen. Zur Eröffnung der Travemünder Woche veranstalteten die Mitglieder einen „Flashmob“, hielten Pappschilder mit der Aufschrift „Keine Botenwüste“ und „Jetzt reicht’s“ in die Höhe, ließen Trillerpfeifen klingen und freuten sich über das Presseecho auf ihre Aktion. Man hofft, dass die geplante Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes die weitere Bebauung verhindert, traut der Sache aber offenbar nicht. Dem Vernehmen nach soll es noch weitere Aktionen geben.

Natur statt Beton: Die Eröffnung der Travemünder Woche nutzte eine Bürgerinitiative, um gegen die weitere Bebauung zu protestieren. Fotos: Helge Normann

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