Zimmermann will kandidieren

Ahrensböks langjähriger Verwaltungschef will Bürgermeister in Scharbeutz werden.

Auf Bitten der Politiker hatte man sich im Pönitzer Heimatmuseum getroffen und Andreas Zimmermann überzeugte: Ahrensböks langjähriger Verwaltungschef ist nun Bürgermeisterkandidat der CDU, FDP, GRÜNEN und der WUB für Scharbeutz. Die Anfänge seiner Laufbahn liegen allerdings an der Trave: Der 54-Jährige ist in der Nähe von Danzig geboren und in Lübeck aufgewachsen. Hier begann er 1982 seine Ausbildung in der Verwaltung. „Innensenator Hilpert hat mich damals eingestellt“, erinnert er sich. Kämmerei, Stadtreinigung, Ordnungsamt und zuletzt Sozialamt zählten zu seinen Stationen in der Hansestadt. Der Arbeitstag im Lübecker Sozialamt sei allerdings stark von negativen Ereignissen geprägt gewesen, erinnert sich Andreas Zimmermann: „Es gab da oft Gewalt auf den Fluren und dergleichen“, erzählt er und spricht auch von Frust. Er hätte dort keine Perspektive gesehen, sich weiterzuentwickeln. Aber: „Als Lebenserfahrung möchte ich das nicht missen“, sagt er. Bis Ende 1992 blieb er in Lübeck, wechselte dann ins Scharbeutzer Hauptamt, wo er Volker Owerien kennenlernte. Dessen Amtszeit endet am 31. Januar 2020, Owerien tritt nicht wieder zur Wahl ums Bürgermeisteramt von Scharbeutz an. „Wir sind zeitgleich am 1. Januar 1993 gestartet“, erzählt An- dreas Zimmermann. So kennt er seinen möglichen Vorgänger als Verwaltungskollege und als Bürgermeisterkollege. „Er genießt nicht nur bei mir, sondern im Kreis Ostholstein eine sehr hohe Wertschätzung“, sagt Zimmermann.

In Scharbeutz blieb er bis 2012, viele Jahre davon als Leiter des Ordnungsamts. Dann ging er als Bürgermeister nach Ahrensbök, derzeit in der zweiten Amtszeit. Wenn es in Scharbeutz nicht klappt, wird er in Ahrensbök bleiben. Ansonsten steht langfristig ein Umzug an die Küste an: „Es gehört zu meinem Selbstverständnis der Amtsausübung, dass ein Bürgermeister im Ort wohnt“, sagte Andreas Zimmermann kürzlich bei der Vorstellung seiner Kandidatur. „Sicherlich nicht im ersten, zweiten, dritten Jahr“, ergänzte er allerdings, denn er habe die Erfahrung gemacht, dass man sich da auf den Job konzentrieren müsse.

Derzeit ist sein Job noch in Ahrensbök, für den Wahlkampf in Scharbeutz wird er sich Urlaub nehmen müssen. Und trifft dann in Scharbeutz auf Mitbewerber, die noch bis Ende Juli in den Ring steigen können. Seine Kandidatur bekanntgemacht hat bereits Steffen Davids (36) aus Schwerin, der für die SPD antritt. Wer es am Ende wird, entscheiden rund 10?000 Scharbeutzer bei der Wahl am 22. September oder der Stichwahl am 20. Oktober

 

 

Andreas Zimmermann (54) will Bürgermeister von Scharbeutz werden, wird dabei von mehreren Parteien unterstützt.   Foto: Helge Normann

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