Gute und schlechte Nachrichten für die Kücknitzer

Das Forum des Trave-Schulzentrums war sehr gut besucht anlässlich der Stadtteilkonferenz, zu der Bürgermeister und Senat eingeladen hatten. (Fotos: Hö)

Bürgermeister Jan Lindenau und die Senatoren hatten zur Stadtteilkonferenz in das Trave-Schulzentrum eingeladen.

Das Interesse der Kücknitzer war groß: Fast alle Plätze im Forum des Trave-Schulzentrums waren belegt, als Bürgermeister Jan Lindenau die Bürger zur Stadtteilkonferenz begrüßte.

Der Reihe nach berichteten die Senatoren aus ihren Ressorts, welche Entwicklungen es in Kücknitz gibt. Ludger Hinsen zog mit der Verkündung, dass es kein Stadtteilbüro wie bisher geben werde, zunächst den Unmut auf sich. Stattdessen werde ein Bürgerservicebüro mit 15 Mitarbeitern deutlich mehr Serviceangebote am alten Standort Kirchplatz bieten. Die Eröffnung könnte bereits im Herbst erfolgen, zurzeit werden umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt.

Gegen das MAZ Ivendorf wird eine Räumungsklage vorbereitet

Wirtschaftssenator Sven Schindler berichtete zum Thema MAZ Ivendorf, dass nach Auslaufen des Pachtvertrages am 30. Juni 2018 das Gelände noch immer nicht geräumt ist. Dort lagern rund 100000 Kubikmeter unbekanntes Material. Zurzeit werde eine Räumungsklage vorbereitet. „Es ist noch viel zu tun“, so Schindler. Gute Nachrichten hatte er für den Roten Hahn zu verkünden. Auf dem früheren Matzen-Gelände wird in Kürze ein Nahversorger bauen.

Bausenatorin Joanna Hagen berichtete über Bauvorhaben auf dem ehemaligen Sportplatz am Rehsprung und der alten Feuerwache III in der Elbingstraße. Dort sind jeweils Geschosswohnungsbau und Reihenhäuser geplant. Einer Komplettsanierung des Radweges entlang der Dummersdorfer Straße musste sie für dieses Jahr eine Absage erteilen, es werden lediglich 200 Meter instandgesetzt. Das reicht Albert Hofmeister nicht aus. „Das war schon vor rund zehn Jahren Thema“, mahnte er an und verwies auf Unfallgefahren durch die Baumwurzeln.

Zu viele Schüler in der Matthias-Leithoff-Schule

Kultursenatorin Kathrin Weiher freut sich über die positive Entwicklung in Sachen Schulen und Kitas, beim Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk und dem Schwimmbad. Lediglich die Matthias-Leithoff-Schule bereitet ihr Sorgen, weil zurzeit über 160 Schüler diese für maximal 150 Schüler ausgelegte Schule besuchen. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf.

In der Fragerunde meldete sich der Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins Kücknitz (GMVK), Georg Sewe, zum Thema „Brandruine Memory“ zu Wort. „Das ist dem Stadtteil nicht zuzumuten.“ Die Bausenatorin erklärte, dass man möglichst kurzfristig mit dem neuen Eigentümer eine Lösung, bestenfalls ohne Bebauungsplanverfahren, herbeiführen wolle.

Auch andere Themen brennen den Kücknitzern unter den Nägeln. Die Situation der Lkw-Fahrer im Gewerbegebiet Herrenwyk, der Verkehr in der Kücknitzer Hauptstraße, die Busanbindung des Stadtteils und die zu hohen Tarife sind vielen ein Dorn im Auge. Angemahnt wurden auch Maßnahmen bei der Verkehrssituation, den Lärm- und Emissionsbeeinträchtigungen in der Siemser und der Dänischburger Landstraße sowie den Hafenerweiterungen am Seeland- und Lehmannkai.

Kommentar hinterlassen zu "Gute und schlechte Nachrichten für die Kücknitzer"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*