Jedes Geschäft bleibt erreichbar

Schachtmeister Frank Hirtz.

Bauarbeiten am Rosengarten beginnen am 4. März – Bauzeit dauert bis Oktober 2020.

Es wird staubig, laut, aber auch spannend. Am Montag, 4. März, beginnen die Bauarbeiten zur Modernisierung und Neugestaltung der Straße „Am Rosengarten“. Im ältesten Stadtteil Eutins geht es dann in die Tiefe, teils bis zu fünf Meter. Kurz vor Baubeginn gab es jetzt noch einmal eine Information für die betroffenen Anlieger und Geschäftsleute. Schon beim Projekt Peterstraße hatten Verwaltung und Bauträger positive Erfahrungen mit den Haustürgesprächen gesammelt.

„Strom- und Wasserversorgung ist für uns lebenswichtig für die Zubereitung des Mittagstisches“, appellierte beispielsweise Katrin Haase vom „Cox“ an die Verantwortlichen. Erreichbarkeit für die Lieferanten ebenso. Genau in Höhe dieses Lokals werden die Arbeiten mit einem rund 15 Meter großen Feld beginnen, erläuterte Schachtmeister Frank Hirtz von der Firma OTG. Die Maßnahme umfasse den Bereich vom Voßplatz bis auf Höhe des Grundstückes Schlossstraße 5. Im Rahmen der Umgestaltung würden auch die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Hausanschlüsse erneuert oder saniert. Die Gesamtkosten belaufen sich schätzungsweise auf 5,1 Millionen Euro.

Aufgrund der umfangreichen Arbeiten auch im Bereich der Kanalisation sei eine Bauzeit bis Oktober 2020 angesetzt. „Es handelt sich hier um eine diffizile Gründungssituation. Da wurde damals auf Boden gebaut, auf dem man eigentlich nichts bauen kann. Die holländischen Siedler machten es möglich“, erläuterte Bürgermeister Carsten Behnk, der gemeinsam mit Bauamtsleiter Henning Schröter, OTG-Chef Torsten Kraus sowie Thomas Prager von dem mit der Bauüberwachung beauftragten Büro Höger & Partner die Fragen der Anlieger beantwortete.

Mit dem offiziellen Baubeginn werde eine Vollsperrung des Straßenzuges Schlossstraße bis Am Rosengarten erforderlich. Die Parkplätze würden komplett wegfallen, um den Anliegerverkehr zu den Grundstücken so weit wie möglich aufrecht erhalten zu können.

Spannend sei die Maßnahme, so der Schachtmeister, da bei Sanierungen in einer Innenstadt wegen der engen Bebauung, der alten Häuser, des Geflechts von Versorgungsleitungen und in diesem Fall wegen des hohen Wasserstandes mit Überraschungen gerechnet werden müsse. Bürgermeister Behnk betonte: „Alle Anschlüsse bleiben scharf, bei Regen- und Schmutzwasserleitungen werden notfalls Bypässe gelegt.“

Auch die Geschäfte würden fußläufig erreichbar sein. Und die Erfahrungen in der Peterstraße hätten gezeigt, dass die Kunden nicht wegblieben, sondern im Gegenteil neue dazugekommen seien, um sich die interessante Baustelle anzuschauen. Katrin Haase wie auch andere Geschäftsleute freuten sich, dass es nun losgehe und ihre Straße bald verkehrsberuhigt ein neues Flair bekommt. »Federführend ist der Fachdienst Tiefbau/Grünanlagen. Bei Fragen wendet man sich an Karin Dyck, Telefon 04521/793320 oder E-Mail k.dyck@eutin.de.

bol
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