Lothar Kerbstadt wird erster Ehrenbürger Stockelsdorfs

Ein Prosit auf den Jubilar: Jens Andermann (l.) und Ralf Labeit (r.) stoßen auf den 89. Geburtstag von Lothar Kerbstadt an, der zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde Stockelsdorf ernannt werden soll. (HFR)

Für seine ganz besonderen Verdienste für das Allgemeinwohl soll das SPD-Urgestein mit der Ernennung geehrt werden.

Eigentlich sah der Antrag der SPD-Fraktion im Hauptausschuss die Ernennung von Lothar Kerbstadt zum Ehrenbürgervorsteher vor. „Aber das bildet vielleicht nicht ganz das ab, was er geleistet hat“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Labeit die Änderung des Antrags. Stattdessen wolle man ihm in Absprache mit der CDU die Ehrenbürgerwürde verleihen.

„Damit wäre er dann wohl der erste, der den Titel bekäme“, mutmaßte Labeit.

Zuvor hob Labeit die Verdienste Kerbstadts hervor, der über viele Jahre die Kommunalpolitik in Stockelsdorf mit beeinflusst hat, darunter auch acht Jahre als Bürgervorsteher. Darüber hinaus hat er viele Jahre die Geschicke der Siedlergemeinschaft Siegfried Krüger als deren Vorsitzender gelenkt. „Er ist immer noch fit im Kopf und immer noch mit dem Fahrrad unterwegs, sehr zum Leidwesen seiner Frau“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende über den 89-Jährigen.

Hauptausschussvorsitzender Torsten Petersson erklärte, dass die Ehrung Kerbstadts mit der Ehrenbürgerwürde die einhellige Meinung aller Parteien in Stockelsdorf sei. Was dringend geschaffen werden müsse, seien Regularien für die Ehrungen. „Es gibt Regularien für die Verleihungen der bronzenen, der silbernen und der goldenen Ehrenmedaille, aber bislang noch nicht für den Ehrenbürgervorsteher“, erklärte er. Da könnten dann auch Regeln für die Ernennung zum Ehrenbürger mit aufgestellt werden. Dem SPD-Antrag stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Darüber hinaus berieten die Ausschussmitglieder über die Einrichtung eines neuen Arbeitskreises. In diesem Arbeitskreis Zukunft sollen Themen wie Wohnen, Bildung, Verkehr und Wirtschaft beraten und dem Hauptausschuss zugearbeitet werden. Besetzt werden soll dieser Arbeitskreis mit Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung sowie Vereinen und Institutionen. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung soll sich auch an interessierte Bürger wenden und das Ganze soll nach dem einstimmigen Beschluss bereits im Februar oder März stattfinden.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Antrag der SPD-Fraktion, zum 70-jährigen Bestehen des Grundgesetzes rund um den 23. Mai eine Feier auszurichten. Die Planungen sollen so schnell wie möglich aufgenommen werden und mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kultur unter Federführung des Kulturausschusses durchgeführt werden.

Ein Antrag der UWG-Fraktion beschäftigte sich mit den Gebühren für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung. Betroffene Dorfvorsteher hatten schon in der letzten Gemeindevertretersitzung über Unstimmigkeiten geklagt. Bauamtsleiter Dieter Rodewald sicherte ein weiteres Gespräch zur Klärung mit den Dorfvorstehern zu. Gleichzeitig soll geprüft werden, ab wann ein Wechsel zur ZVO stattfinden kann. Nach dieser Zusage zog die UWG den Antrag zurück. HÖ

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