Wie ein Mädchen zur Tyrannin wird

Farina de Waard macht sich für ihre Fantasyabenteuer ständig Notizen. Das neue Buch heißt „Zayda“. (Graap)

Die Bosauer Fantasyautorin Farina de Waard legt ihren fünften Roman vor.

Die Bosauer Fantasyautorin Farina de Waard hat es wieder getan: Im Dezember ist ihr fünftes Buch erschienen. „Die Leidenschaft fürs Schreiben packte mich nach einem atemberaubenden Traum“, erzählt die 26-Jährige, die seitdem in jeder freien Minute ihre Fantasie zu Papier bringt – zuerst neben der Schule, dann neben dem Studium.

Ihr Metier ist die High-Fantasy: Dieses Genre beschreibt epische Fantasy-Literatur, die in einer eigenständigen Welt spielt, deren kulturelle und gesellschaftliche Gestaltung einem europäischen Mittelalter gleicht, und in der Magie ein wichtiger Bestandteil ist. Farina de Waards fantastische Welt heißt „Tyarul“, die sie sich seit ihrem 15. Lebensjahr ausmalt. Ihr Fantasy-Epos „Das Vermächtnis der Wölfe“ ist auf sechs Bände ausgelegt. Mit „Zähmung“, „Zorn“ und „Zwang“ hat die Autorin bereits drei dicke Schmöker veröffentlicht. Im Mittelpunkt: ihre Heldin Sina, die es in eine tyrannische Welt verschlägt.

Außer der Reihe ist jetzt das Prequel „Zayda: Die Magierin von Irfen“ entstanden. „In meinem Epos geht es eigentlich hauptsächlich um die ,Gute‘, für ausführliche Hintergrundgeschichten anderer Figuren bleibt da wenig Platz“, erzählt Farina de Waard. Und so hat sie sich entschlossen, einen eigenständigen Roman über den Werdegang einer anderen Protagonistin zu schreiben, der bösen Herrscherin der magischen Welt. Wie ist sie zur Tyrannin geworden? „Hier erfährt der Leser Zaydas Vorgeschichte und was passieren kann, wenn man die falsche Entscheidung trifft“, berichtet die Autorin. Der Kontakt mit dem ultimativ Bösen verändert das Wesen der jungen Zayda und weckt ihren Hunger nach Macht und Kontrolle über das ganze Reich. All das beschreibt Farina de Waard flüssig und bildgewaltig. „Parallelen zu unserem aktuellen Zeitgeschehen und unserer Geschichte sind dabei offensichtlich – etwa wenn es um ein Volk geht, das sich für bessere Menschen hält.“

Von Anfang an veröffentlicht Farina de Waard ihre Romane im eigenen Fanowa- Verlag. Als Selfpublisher übernimmt sie auch die Vermarktung, bereist Messen und gibt Lesungen – „so viel, wie ich neben meinem Studium schaffe“, sagt sie. Die Autorin macht an der Universität Greifswald ihren Master in Biodiversität und Ökologie. Aber auch ihre Fantasywelt hat sie unentwegt im Kopf, macht sich stets Notizen in ihrer Kladde und schreibt auch unterwegs auf dem Notebook Ideen nieder. Neben der Arbeit an ihrem Hauptwerk, für dessen letzte Bände es natürlich einen roten Faden gibt – am Ende wird ein großer Showdown zwischen Gut und Böse stehen –, laufen weitere Projekte parallel. Als nächstes will Farina Kurzgeschichten herausgeben – mit weiteren Randnotizen aus der fantastischen Welt von Tyarul. »Der Roman „Zayda“ ist direkt beim Fanowa-Verlag (www.fanowa.de), im Buchhandel und in Online-Shops als Taschenbuch oder Kindle-Edition erhältlich. In der Eutiner Buchhandlung Hoffmann gibt es signierte Exemplare.

vg
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