70 Jahre Menschenrechte

Der Journalist Kamal Chomani ist zu Gast in Eutin. (hfr)

Zwei Vorträge blicken zurück und auf die aktuelle Weltlage.

Am 10. Dezember jährt sich um 70. Mal der Tag der Verabschiedung der Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen. Aus diesem Anlass finden in der Region zwei Veranstaltungen statt.

Am Sonntag, 9. Dezember, beginnt um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16, ein Vortrag. Der Historiker Jörg Wollenberg spricht über Stéphane Hessel, Widerstandskämpfer gegen die Nazis, KZ-Überlebender und lebenslanger Aktivist. Bei den Vereinten Nationen in New York war er auch an der Verfassung der Erklärung der Menschenrechte beteiligt. Dieser Vortrag ist vorläufig die letzte Sonntagsveranstaltung der Gedenkstätte. Das Haus bleibt bis zum 27. Januar, dem Internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, sonntags geschlossen. Es kann dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr oder nach Anmeldung unter Telefon 04525/493060 auch an anderen Tagen besucht werden.

Die Eutin-Plöner Gruppe von Amnesty International und der Friedenskreis Eutin laden am Dienstag, 11. Dezember, um 19 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung in die Kreisbibliothek Eutin, Schlossplatz 2, ein. Unter dem Titel „Ein kritischer Journalist berichtet” schildert Kamal Chomani die Situation im kurdischen Teil des Irak. Als Journalist und politischer Analyst wurde er in seiner Heimat verfolgt. Von 2009 bis 2011 war Chomani Korrespondent von „Reporter ohne Grenzen“ in den türkischen Kurdengebieten. Seit 2010 schreibt er als Kolumnist für „The Kurdistan Tribune“ und bloggt für „The Times of Israel“. Er ist daher zurzeit im europäischen Exil und Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei. vg

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