Schulausschuss will Klarheit über Kosten

Objektive Vergleichszahlen für Altbausanierung und Neubau sollen gemeinsam erarbeitet werden.

Bevor im Eutiner Schulstreit Entscheidungen fallen, soll zunächst Klarheit über die grundlegenden Zahlen geschaffen werden. Darauf hat sich kürzlich der städtische Schulausschuss verständigt.

Für die Berechnung der Kosten des von der Bürgerinitiative (BI) „Vernunft macht Schule“ geforderten Neubaus eines Schulzentrums für die Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule und die Grundschule am Standort Kleiner See nutzen Befürworter und Gegner unterschiedliche Kennzahlen. Die Folge: Im Vergleich zum bisher von der Stadt favorisierten Um- und Ausbau der Wisser-Schule am Standort Elisabethstraße ergeben sich mal Mehrkosten in Höhe von 14 Millionen Euro, mal bis zu sieben Millionen Euro Einsparungen. Um diese Diskrepanz bei der Kostenschätzung zu klären, wollen sich Vertreter des Bauamtes, der Kommunalpolitik und der BI jetzt zusammensetzen und ergebnisoffen beraten.

Parallel dazu wurde ein Architektenbüro mit einer Machbarkeitsprüfung beauftragt, ob das aktualisierte Raumprogramm für die Wisser-Schule am bisherigen Standort überhaupt umsetzbar ist. Laut Schulleiter Sven Ulmer sieht es aufgrund des pädagogischen Konzepts Klassenräume mit einer Größe von 70 Quadratmetern vor. Bisher sind die Klassen rund 55 Quadratmeter groß. Bei der angepeilten 3,5-Zügigkeit der Gemeinschaftsschule werden insgesamt 24 Klassenräume und 24 Gruppenräume für langfristig 550 Schüler benötigt. Geprüft wird dort außerdem der Bau einer Zwei-Feld-Halle, die auch als Aula genutzt werden kann. Die Planungen für die Drei-Feld-Sporthalle am alten Güterbahnhof werden bis zur Vorlage der Machbarkeitsstudie zurückgestellt.

Eine deutliche Vergrößerung des bisherigen Raumbuches wurde für die Grundschule am Kleinen See beschlossen, weil es nicht mehr im Bestand umgesetzt werden soll, sondern ein Neubau beschlossen wurde.

Geplant sind auch hier 70 Quadratmeter große Klassen plus jeweils ein Gruppenraum, die Ausstattung mit neuen Medien sowie einer Lehrküche. Der Grundschule angeschlossen werden sollen außerdem die Offene Ganztagsschule, das Förderzentrum Eutin und – sofern der Kreis dafür die Kosten übernimmt – das Förderzentrum für geistigbehinderte Kinder, die zurzeit ortsfern in Süsel oder Bad Schwartau beschult werden.

Die BI „Vernunft macht Schule” hat unterdessen damit begonnen, Unterschriften für ihr Bürgerbegehren, das den Bau eines neuen Schulzentrums für Wisser-Schule und Grundschule fordert, zu sammeln. Wo die Listen ausliegen, ist im Internet unter www.bi-eutin.de zu finden. Am Sonnabend, 17. und 24. November, baut die BI außerdem einen Stand auf dem Wochenmarkt auf. vg

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