Trägerwechsel bei den Kliniken

In den Klinikstandort Eutin wird die AMEOS-Gruppe viel Geld investieren müssen: Das Krankenhaus muss in den nächsten Jahren umfassend mit Millionenaufwand saniert werden. (Graap)

Sana zieht sich aus Ostholstein zurück – AMEOS-Gruppe übernimmt Anteile.

Die Nachricht kam überraschend: Die Schweizer AMEOS-Gruppe übernimmt zum 1. Januar 2019 die Sana Kliniken Ostholstein GmbH. Die Sana Kliniken AG zieht sich als Anteilseigner aus der Region zurück. Minderheitsgesellschafter bleibt der Kreis Ostholstein mit 5,2 Prozent der Anteile.

Die Standorte werden entsprechend den versorgungspolitischen Vorgaben fortgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung von Sana. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Sana Kliniken Ostholstein GmbH, Irmgard Wübbeling, betont, dass es das Ziel gewesen sei, die Arbeitsplätze zu sichern und die Stabilität der medizinischen Versorgung im Kreis Ostholstein zu gewährleisten.

AMEOS könne die Häuser in Eutin, Oldenburg und Fehmarn sowie Middelburg in eine bestehende Versorgungsstruktur in der Region einpassen und so das medizinische Angebot für die Region nicht nur aufrecht erhalten, sondern sogar ausbauen „Mit AMEOS haben wir einen leistungsstarken Partner gefunden, der auf Grund seiner Präsenz und seines guten Rufes in der Region in der Lage ist, zukunftsfähige Strukturen mitzugestalten“, so Wübbeling. AMEOS wird auch in die millionenschwere Sanierung des Klinikums am Standort Eutin investieren. Den Trägerwechsel verbinde er nicht mit irgendwelchen Befürchtungen, sondern mit klaren Erwartungen, sagt Landrat Reinhard Sager. „Der Kreis besteht weiter auf eine qualitätsvolle Krankenhausversorgung mit drei zukunftssicheren Standorten in Oldenburg, Neustadt und Eutin. Denkbar ist, dass das Angebot noch ausgebaut und verbessert wird“, betont der Verwaltungschef. vg

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