Fußweg soll gebaut werden

Viele Eckhorster nutzen die Querung der L332, um zu Fuß den Bolzplatz oder den Reitplatz am Breden (rechts) zu erreichen oder um in der Wüstenei spazieren zu gehen. (HÖ)

Kein normgerechter Ausbau möglich – Beratungen mit der Hansestadt Lübeck.

Er liegt auf Lübecker Gebiet und ist zu Fuß schlecht zu erreichen: Der Bolz- und Reitplatz am Breden spielt für die Dorfgemeinschaft eine zentrale Rolle. Deshalb wünschen sich die Eckhorster schon seit langem einen Fußweg über die Brücke der L332. Im Bau- und Planungsausschuss wurde jetzt die grobe Planung mit Kostenschätzung vorgestellt.

Vor 13 Jahren wurde erstmals vom Dorfvorstand der Wunsch nach einem Gehweg von der Dorfstraße in Richtung Bolzplatz an die Gemeinde herangetragen. Damals war das nicht möglich, weil die Brückenkappen zu wenig Platz ließen. Nach der Brückensanierung im Jahr 2012/2013 ist eine Breite von 1,5 Metern gegeben, was aber ebenfalls keinen normgerechten Fußweg zulässt.

Norbert Schydlo vom gleichnamigen Ingenieurbüro hat die technische Umsetzbarkeit geprüft und im Ausschuss erläutert. „Es ist nicht viel Platz, und der Ausbau kann nicht entsprechend der technischen Regeln erfolgen“, so der Planungsingenieur. Weitere Problematiken stellt die Beleuchtung dar sowie zu bauende Stützwände, Traversen und Geländer, die den Gehweg sichern müssen. Zudem befindet die direkt hinter der Brücke die Grenze zu Lübecker Stadtgebiet. Die Baukosten schätzt Schydlo grob auf gut 60 000 Euro.

Dorfvorsteher Helmut Neu erläuterte die Bedeutung eines Fußweges über die L332: „Der Bolzplatz wird für Feiern beispielsweise an Ostern genutzt, der Reitplatz liegt dort und die Besucher der Wüstenei müssen ebenfalls über die Brücke.“ Vor allem für Mütter mit Kinderwagen und ältere Menschen mit Rollator sei der jetzige Zustand gefährlich.

Für die SPD stellte Karl-Ludwig Tretau einen Antrag, die Entscheidung über einen Ausbau zu verschieben und stattdessen eine geeignete Fläche auf Gemeindegebiet zu suchen. Neu widersprach dieser Lösung: „Das Gelände ist langfristig zu sehr günstigen Konditionen von der Gemeinde gepachtet. Außerdem stellt die Situation mit Bolzplatz und Reitplatz eine wichtige Fläche für das soziale Gefüge der Dorfschaft dar. Es gibt in Eckhorst keine andere Fläche dafür.“ Zudem böte die Verlagerung keine Lösung für die Besucher der Wüstenei. Der Antrag wurde daher zurückgezogen.

Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, die Ausbauplanung auf Basis des vorgestellten Entwurfs zu erstellen und Haushaltsmittel für die Planung und den Bau für das kommende Jahr anzumelden.

Parallel sollen Gespräche mit der Hansestadt geführt werden, den Gehweg auch auf Lübecker Gebiet weiterzuführen. HÖ

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