„Revolution 1918“: Wanderausstellung in Lübeck

Durch Bilder, Geschichten und Hörstationen wird dargestellt, wie vor 100 Jahren in Schleswig-Holstein Weltgeschichte geschrieben wurde. (hfr)

Schau zum 100. Jahrestag des Matrosenaufstandes ist auf dem Koberg zu sehen.

Seit Mai dieses Jahres tourt in zwei Schiffscontainern die Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“ zum 100. Jahrestag des Matrosenaufstandes über die großen Plätze Schleswig-Holsteins. Nach Halt unter anderem in Flensburg, Heide und Husum ist die sich vor allem an Schüler richtende Ausstellung nun in Lübeck zu sehen. Bis 1. November werden in der didaktisch aufgebauten Schau auf dem Koberg auch bisher unveröffentlichte Bilder zu sehen sein.

Wenige Ereignisse in Norddeutschland haben den Lauf der Geschichte Deutschlands und der ganzen Welt so sehr geprägt und beeinflusst wie der Matrosenaufstand und die folgende Revolution im Jahre 1918.

Innerhalb weniger Tage wuchs sich die Befehlsverweigerung einiger Matrosen am 31. Oktober 1918 in Wilhelmshaven zu einem revolutionären Aufstand in ganz Deutschland aus. Auch in der Hansestadt Lübeck übernahmen aus Kiel nach Travemünde beorderte Matrosen und Soldaten bereits am 5. November die Kontrolle über die Stadt. Soldaten- und Arbeiterräte wurden gebildet und die Geschichte, mit der Abdankung des Kaisers und der Ausrufung der Weimarer Republik am 9. November als Höhepunkt, nahm auch hier ihren Lauf. In der Hansestadt Lübeck nahm die Revolution, die zur Einführung demokratischer Verhältnisse führte, im Unterschied zu anderen Städten einen friedlichen Verlauf.

Die Ausstellung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein kommt in zwei roten Überseecontainern in die Hansestadt Lübeck und ist jeden Tag von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Während der Öffnungszeiten werden die Ausstellungsinhalte durchgehend von Vermittlern, die von der Landeszentrale für politische Bildung des Landes geschult wurden, anschaulich erläutert.

Durch viele Bilder, Geschichten und Hörstationen wird dargestellt, wie vor gerade einmal 100 Jahren im sonst so beschaulichen Schleswig-Holstein Weltgeschichte geschrieben wurde, die bis heute wirkt.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

»Anmeldungen für Schulklassen sind unter Telefon 0431/ 9885787 sowie per E-Mail an fuehrungen@aufbruch1918.de möglich. Lehrerinnen und Lehrer können den Besuch der Ausstellung gezielt vorbereiten: Die Abteilung Geschichtsdidaktik des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat spezielles Material erstellt, das unter www.aufbruch1918.de kostenlos zum Download bereit steht.

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