Keine Förderung für Schulkonzept

Die Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule in der Elisabethstraße muss in den nächsten Jahren umfassend saniert und erweitert werden. (Archiv)

FWE: Bildungsministerium gibt kein Geld.

Die Freie Wählergemeinschaft Eutin (FWE) frohlockt, Bürgermeister Carsten Behnk ist verärgert. Der Grund: Die Stadt Eutin ist bei der Bewerbung um Fördermittel von Land und Bund für Schulbau und -sanierung leer ausgegangen.

„Damit dürften sowohl der Schulneubau der Grundschule am Kleinen See, die Sanierung der Wilhelm-Wisser- Schule als auch der Bau der Dreifeldsporthalle am ehemaligen Güterbahnhof vom Tisch sein. Eine sehr gute Nachricht für alle, die sich immer gegen diese unglückliche Lösung ausgesprochen haben“, so FWE-Sprecherin Sigrid Jürß in einer Pressemittelung. Sie lobt den FWE-Fraktionschef Malte Tech, der unermüdlich den zuständigen Entscheidern im Bildungsministerium seine Bedenken gegen die geplanten Vorhaben vorgetragen habe. „Die FWE hofft, dass nun endlich die Chance zu einem Neubeginn in Sachen Schulen besteht. Wir wollen ein zukunftsorientiertes und wettbewerbsfähiges Schulkonzept in Eutin“, so Jürß. Die FWE setzt sich für ein Schulzentrum mit einer Sporthalle auf dem Grundstück am kleinen See ein.

Fakt ist allerdings: Auch für den Alternativvorschlag gibt es kein Fördergeld. Bürgermeister Behnk kritisiert, dass die FWE „auf allen Kanälen arbeitet, um gefasste Beschlüsse zu torpedieren und Schaden anzurichten. Wir haben weiterhin eine gültige Beschlusslage“. Behnk stellt aber auch das Auswahlverfahren des Ministeriums infrage: „Es war meiner Meinung nach intransparent. Darüber hinaus bin ich mir mit dem Städtebund einig, dass Sonderförderprogramme nicht ausreichen, um den Investitionsstau bei den Schulen zu beheben. Die Kommunen als Schulträger müssen durch dauerhaft höhere Schlüsselzuweisungen in die Lage versetzt werden, einen Neubau selbst zu stemmen.“

Das Bildungsministerium spricht davon, dass anhand eines klaren Kriterienkatalogs über die Fördermittelempfänger entschieden wurde. Offensichtlich gibt es viele Kommunen, die wesentlich dringender Probleme mit ihren Schulgebäuden haben. vg

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