Ein zentraler Server für Schulen in Bad Schwartau

Lehrer Markus Dietsch (v.r.) gibt Schuldirektor Torsten Hardt, Schulamtsleiter Timo Michaelsen sowie Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann eine praktische Einführung in das digitale Lernen. (HOL)

Die Stadt Bad Schwartau möchte so in enger Kooperation mit den Schulen die Medienentwicklung schulübergreifend weiter vorantreiben. Dafür wird im Haushaltsjahr 2019 einen Betrag von 100000 Euro bereitgestellt.

2016 wurde die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule vom Land Schleswig-Holstein als Pilotschule für die Medienentwicklung ausgewählt. Ziel der zweijährigen Pilotphase war es, die Bedürfnisse im Bereich Medienkompetenzförderung zu entwickeln und ein pädagogisches Konzept inklusive technischer Ausstattung und anschließendem Support zu entwickeln. So sind es mittlerweile drei Jahrgänge in den Stufen fünf, sechs und sieben an der Schule für digitales Lernen, in denen jedes Kind ein eigenes iPad hat.

In Zusammenarbeit mit dem „Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein“ setzt die Stadt Bad Schwartau auf eine zentrale Serverlösung für alle Schulen in Bad Schwartau. Dieser erlaubt den Schulen einen Zugriff nach dem Kuchenprinzip: Ab 2019 erhält jede Schule die Anteile, die sie benötigt: einheitliche Bildungssoftware sowie Fachprogramme, die die jeweilige Schule benötigt. Weiterhin werden auf dem zentralen Server alle schulspezifischen Daten von Schülern und Lehrern in Bad Schwartau gespeichert.

Die ESG ist in Bad Schwartau nun die erste Schule, die mit einem fertigen Schulnetzwerk und mit der Schuldatenvorhaltungssoftware UCS@School ausgestattet wurde. Diese ermöglicht es den Lehrkräften, alle Tafelbilder von der digitalen Tafel direkt allen Schüler aus der Klasse über das Schulnetz zukommen zu lassen. Auch eine datenschutzgerechte Kommunikationsmöglichkeit für Schüler soll zukünftig etabliert werden.

In den kommenden drei Monaten sollen in der Evaluationsphase verschiedene Bildungsplattformen und andere Schulprogramme ausprobiert werden. 2019 werden dann nach und nach alle weiteren Schulen Bad Schwartaus an das Schulnetzwerk angeschlossen. Ausnahme bildet die Grundschule Cleverbrück aufgrund der im kommenden Jahr geplanten Umbauten. Insgesamt sind es mehr als 3000 Schüler in Bad Schwartau, die mittelfristig ans Netz angeschlossen werden. Dafür hat die Stadtverwaltung für das Haushaltsjahr 2019 einen Betrag von 100000 Euro in den Haushalt eingeworben.

Zukünftig soll dann ein Medienfachmann als zentraler Ansprechpartner für das Schulnetz zur Verfügung stehen. Derzeit wird das Schulnetz an der ESG noch intern von der Lehrkraft Markus Dietsch betreut.

Um die Voraussetzungen für einen Förderungsantrag aus dem Bundeshaushalt zur Förderung zur Digitalisierung der Schulen zu erfüllen, müssen auch die pädagogischen Konzepte der Schulen, das Ausstattungskonzept sowie das Supportkonzept für die Medienentwicklung fertiggestellt werden, denn die Kosten für die vollständige Umsetzung werden sich in den nächsten Jahren auf circa 2,5 Millionen belaufen. „Die Medienentwicklung an unseren Schulen wird weiterhin Dauerthema sein“, so Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann. HOL

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