Kate erfordert alte Handwerkskunst

Noch im Herbst sollen Fassade und Dach des Vogthauses wieder dicht und damit wetterfest sein. (Graap)

Sanierung des Vogthauses hat begonnen – Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant.

Drei Jahre später als erhofft wird das historische Vogthaus in Eutin zum außerschulischen Lernort umgebaut. Seit Ende August wird das Fachwerkgebäude von Grund auf saniert. Die Baumaßnahmen sollen im Sommer 2019 abgeschlossen sein.

„Es ist gewaltig, was wir in Eutin an Projekten bewegen müssen. Und es war auch nicht so einfach, eine Handwerksfirma zu finden, die die Sanierung der alten Kate kompetent nach vorne bringen kann“, erklärt Bürgermeister Carsten Behnk die Verzögerung der eigentlich schon zur Landesgartenschau geplanten Sanierung. Ein Unternehmen aus Lensahn hat jetzt mit den umfangreichen Arbeiten, die auch alte Handwerkskunst erfordern, begonnen. Vor allem musste viel schadhaftes Gebälk ausgetauscht und Mauerwerk ersetzt werden. Außerdem wurde das Gebäude bis auf die Innenwände entkernt, und noch im Oktober soll das alte Reet vom Dach, das dann zunächst mit einer Plane abgedeckt wird. Es folgt die Ertüchtigung des Dachstuhls. Außerdem wurden eine abgesackte Gebäudeecke stabilisiert und Stahlträger für die Statik eingezogen. Ziel ist es, die Fachwerkkate noch im Herbst außen dicht zu bekommen, damit man sich dann ganz dem Innenausbau widmen kann.

„Die Auftragswerte für das Gebäude – ohne die Kosten der Außenanlagen – belaufen sich auf circa 520000 Euro“, teilt Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt mit. Im Frühjahr kommen dann die Stiftungen ins Spiel, die die Gestaltung des Außengeländes finanziell tragen.

Das Vogthaus wird durch die Bürgerstiftung Eutin, Sparkassenstiftung Ostholstein und Sparkassenstiftung Eutiner Landesbibliothek genutzt. Innerhalb ihres Bildungsangebotes sollen hier Kinder lernen und erleben, wie Menschen in früherer Zeit lebten, pflanzten und ernteten. Das Gebäudeensemble aus Opernscheune, Torhäusern, Vogthaus und geplanter Jugendherberge auf dem historischen Bauhofareal soll sich als Bildungs- und Kulturstandort etablieren. Die Stadtverwaltung bringt ein angrenzendes Areal sogar für den Neubau eines Kindergartens ins Spiel. Schon jetzt nutzen die Stiftungen den benachbarten Küchengarten als Lernort. vg

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