Wolfgang Kolbinger erhält Ansgarkreuz der Nordkirche

Wolfgang Kolbinger Seit bietet Männern, die durch Arbeitslosigkeit, Mobbing oder Krankheit in eine Lebenskrise geraten sind, „Lösungswege“ an. Die gleichnamige Gruppe trifft sich 14-tägig und ist im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) beheimatet.

Wenn Männer sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, fällt es ihnen oft schwer, darüber zu reden und sich Hilfe zu suchen. Der Lübecker Wolfgang Kolbinger kennt Lebenskrisen und hat erlebt, wie schwierig es ist, vertrauenswürdige Ansprechpartner zu finden. Seit dem Jahr 2003 hilft er Männern, die in eine Lebenskrise geraten sind. Die Gruppe „Lösungswege“ trifft sich 14-tägig und ist im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) beheimatet.

Kolbinger engagiert sich im Forum Ehrenamt des Kirchenkreises

Für dieses Engagement erhält der 71-Jährige am Donnerstag, 13. September, das Ansgarkreuz der Nordkirche. Die Verleihung um 18 Uhr in der Marientidenkapelle in der Marienkirche zu Lübeck übernimmt Frauke Eiben, Pröpstin im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Zusätzlich zu „Lösungswege“ engagiert sich Kolbinger im Forum Ehrenamt des Kirchenkreises als Vorstandsmitglied.

Vater von sechs Kindern und fünf Enkelkindern

Geboren und aufgewachsen ist der Vater von sechs Kindern und fünf Enkelkindern (das sechste ist unterwegs) in Hamburg. Schon als Junge interessierte er sich für Landwirtschaft und absolvierte eine Landwirtschaftslehre mit anschließendem Studium zum Diplom-Ingenieur für Landbau. Später kam das Zusatzstudium in der Fachrichtung ökologische Umweltsicherung dazu. „Mit diesem Schwerpunkt war ich 28 Jahre in verschiedenen Naturschutzbehörden, unter anderem in Saarbrücken, Ratzeburg und Lübeck, tätig“, so Kolbinger.

Kolbinger absolvierte körperpsychologische Ausbildung

Und das in einer Zeit, als der Natur-und Umweltschutz noch in den Kinderschuhen steckte. „Ich musste mir so manche Beschimpfung anhören“, erinnert sich der Preisträger. Auch Mobbing erlebte Wolfgang Kolbinger am eigenen Leib. „Das fiel in eine Zeit, in der meine erste Frau an Krebs erkrankte und mein Vater starb. Ich reagierte mit einer Depression auf diese Situation und begab mich in therapeutische Behandlung. Hier lernte ich, hinter meine eigene Fassade zu blicken und Veränderung im Sinne eines inneren Wachsens zu bewirken. Denn wenn ich etwas an mir ändere, ändert sich auch mein Umfeld.“ Aufgrund dieser Erfahrung absolvierte Kolbinger eine körperpsychologische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung in der Männerarbeit. Schon zuvor nahm Kolbinger an einer Männergruppe in Hamburg teil – so kam ihm die Idee, seine Erfahrungen und sein Wissen in der „Lösungswege“-Gruppe einzubringen.

 

Foto: Wolfgang Kolbinger erhält das Ansgarkreuz als Anerkennung für seine langjährigen ehrenamtlichen Engagements. © S. Niemann/ Kk Ll

 

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