Waterfront: BIP will keinen zweiten Bauabschnitt

Die Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung feierte kürzlich mit einem Rundgang über die Baustelle des touristischen Großprojektes im Passathafen sowie einem Fest am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr ihr zehnjähriges Bestehen.

„Vor zehn Jahren hatten wir die Idee, einen Verein zu gründen, der sich dem geplanten Waterfrontprojekt entgegenstellt“, erinnert Siegbert Bruders, 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung (BIP). Der Rundgang zeigt, dass für die Initiative nicht alles nach Wunsch verlaufen ist: Im Bereich des Passathafens wachsen die mehrstöckigen Gebäude mit Ferienwohnungen in die Höhe.

Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung lehnt zweiten Bauabschnitt ab

Was man da sehe, sei aber „bei weitem noch nicht alles“, sagt Siegbert Bruders. „Es besteht die Gefahr, dass ein zweiter Bauabschnitt kommt.“ Mit einem Hotel auf der Kohlenhofspitze und weiteren Gebäuden entlang der Trave bis zur Autofähre. Das würde dann die Kulisse vom Passathafen bis zur Priwallfähre vervollständigen. Die BIP lehnt diesen zweiten Bauabschnitt jedoch ab. Man hätte sich daher Bündnispartner im Bereich des Umweltschutzes gesucht und auch die Anwohner hätten ein Klagerecht, erläuterte Siegbert Bruders. „Inzwischen gibt es auch erheblichen politischen Widerstand gegen das Hotel und gegen die Bebauung“, sagte der Vorsitzende und hatte gleich eine für die BiP positive Neuigkeit zu verkünden: „Ich habe jetzt beim Spaziergang gehört, dass die CDU Travemünde sich gegen jegliche weitere Bebauung ausgesprochen hat“, freute sich Bruders. „Da würden wir uns freuen, wenn das auch die Lübecker CDU übernehmen würde. Schauen wir mal.“ HN

 

Foto: Siegbert Bruders führte zum Geburtstag der Bürgerinitiative über das Waterfrontgelände. © HN

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