„Fuchur“ wohnt im Sea Life

Bürgermeister Robert Wagner hat die Patenschaft für einen geretteten Tejo übernommen und taufte die schwarzweiße  Echse auf den Drachen-Namen „Fuchur“.

Fuchur dürfte vielen als der freundliche Drache aus Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ bekannt sein. Was allerdings ein Teju ist, weiß kaum jemand. Dahinter verbirgt eine schwarzweiße Echse, die eigentlich in Südamerika beheimatet ist. Die Tiere können bis zu 1,4 Meter lang werden. Der Bekanntheitsgrad des gerade in das Timmendorfer Sea Life eingezogenen Exemplares dürfte sich allerdings schlagartig ändern, denn Bürgermeister Robert Wagner hat die Patenschaft für die Echse übernommen und sie auf den Namen „Fuchur“ getauft. Damit hat „Fuchurs“ Leben eine glückliche Wendung genommen, denn das Tier stammt aus denkbar schlechten Haltungsbedingungen. Bei seinen Vorbesitzern in England wurde das Tier bei deren Auszug ohne Nahrung und bei kühlen neun Grad Temperatur zurückgelassen. Dabei mögen es die Echsen lieber warm und fühlen sich bei 26 Grad wohl.

Normale Lebensbedigungen eines Tejus

„Dies wäre der sichere Tod für den Teju gewesen – unterernährt und bei einer viel zu kalten Temperatur hätte er nicht lange überlebt“, erklärt Florian Fischer, General Manager des Sea Life Timmendorfer Strand. „Reptilien sind wechselwarme Tiere – dies bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängt. Die Lufttemperatur bei dem Teju sollte tagsüber bei ca. 26 Grad liegen, am Wärmeplatz sogar bei ca. 35 Grad. Nachts darf es auf bis zu 20 Grad abkühlen. Zwar können die Tiere eine Winterruhe von rund drei Monaten abhalten, bei denen die Temperatur auf bis zu acht Grad abgesenkt wird, dies geht jedoch nur bei erwachsenen und gesunden Tieren“, informiert Stefan Tauscher, Aquarist des Großaquariums. Beides war bei „Fuchur“ nicht gegeben.

Englische Tierschutzorganisation rettet verwahrloste Echse

Doch der Teju hatte Glück und wurde von einer englischen Tierschutzorganisation gerettet. Jetzt lebt er in Timmendorfer Strand. Als Pate taufte ihn der Timmendorfer Bürgermeister Robert Wagner auf den Namen „Fuchur“, zwar handelt es sich bei dem Teju nicht um einen Glücksdrachen, aber doch zumindest um eine Glücksechse. KG

 

Foto: Der Teju mit Namen „Fuchur“ ist in das Timmendorfer Sea Life eingezogen. © Hfr

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