Lindenau stellt Eckpunkte für digitale Strategie vor

Mit Projektpartnern soll auch eine Medienwerkstatt entstehen.

Der Bedarf an einer digitalen Strategie für Lübeck ist hoch. Denn aktuell fehlt es an einer klaren Zielsetzung und einer Koordination, um kontinuierlich neue Technologien für die Verbesserung von Lebens- und Arbeitsqualität anzuwenden. Eine Stadt, die sich nicht mit digitalen Innovationen aktiv befasst, laufe Gefahr, in Zukunft als Standort nicht attraktiv zu sein, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Diesbezüglich wurde die digitale Strategie bisher isoliert als Verwaltungsmodernisierung betrachtet. Übergreifende Innovationen hatten es bisher schwer. Das ist aus Sicht von Bürgermeister Lindenau nicht ausreichend und bedarf einer Veränderung. „Für mich ist das Ziel klar: Lübeck als intelligent vernetzte Stadt soll die Lebensqualität, die Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit als urbanen Lebensraum verbessern und Lösungen für bevorstehende Herausforderungen bieten. Die positive Entwicklung des Standorts und die Modernisierung der Verwaltung sind dabei gleichermaßen von hoher Bedeutung“, so der Bürgermeister.

Öffentliches WLAN und flächendeckender Breitbandausbau

Konkret gehe es zum Beispiel um eine nachhaltige Energieversorgung, gesündere und komfortablere Wohnräume, intelligentere Verkehrs- und Transportsysteme, bessere und gerechtere Bildung und transparente und schnelle öffentliche Dienstleistungen der Verwaltung.

Eine wesentliche Grundlage für eine intelligente und digitale Stadt ist dabei laut Lindenau die Bereitstellung moderner Netzstrukturen. Für die Stadt würden sich hier drei wesentliche Handlungsfelder ergeben: der flächendeckende Breitbandausbau mit Glasfaser, die Bereitstellung eines öffentlichen WLans und die Nutzung von LoRaWAN im Rahmen des Internet of Things (Internet der Dinge). So könnten zum Beispiel Füllstandssensoren in Papiercontainern, Messung von Verkehrsströmen oder intelligente Ampelschaltungen gesteuert werden.

Die Planung ist direkt beim Bürgermeister angesiedelt

Die Planung und Umsetzung der digitalen Strategie werde zentral beim Bürgermeister angesiedelt. Zukünftig werde es dazu in der neu organisierten Stabsabteilung „Strategie und Innovation“ ein Chief Digital Officer (CDO) geben, der innerhalb der Verwaltung einen Masterplan initiiert, die Umsetzung steuert und Innovationen durch Kooperationen in die Verwaltung holt.

Um Projekte zügig voranbringen zu können, die der Stärkung und Entwicklung des Standortes Lübeck im digitalen Zeitalter dienen, soll unter dem Dach der Stadtwerke Holding eine neue Stadtwerke Lübeck Innovations- und Entwicklungsgesellschaft gegründet werden, die in Kooperation mit Forschungseinrichtungen und potenziellen Fördermittelgebern agiert. Darüber hinaus sollen aus den Bereichen Energie, (digitale) Netze, Mobilität und Telekommunikation Partner zusammengebracht werden. Hierzu soll ein Energie-Cluster Lübeck gegründet werden, in dem interessierte Unternehmen und Institutionen eingebunden werden und sich aktiv einbringen können.

Lübeck als Partner für Forschung und Entwicklung

Mit einigen Projektpartnern werde zudem eine digitale Medienwerkstatt eingerichtet, in der der Umgang mit digitalen Endgeräten (iPad, Activboards, eScreens) und innovativer Software getestet und erlernt werden kann. Die Hansestadt Lübeck werde grundsätzlich als Partner für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen und sich an Pilotprojekten zur digitalen Transformationen beteiligen. Bürgermeister Jan Lindenau: „Es ist an der Zeit visionär zu denken und dabei mit konkreten Projekten Lübeck auf den Weg in die Zukunft zu führen.“

 

Foto: Bürgermeister Jan Lindenau präsentiert seine digitale Strategie für Lübeck. © Hansestadt Lübeck

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