Verlängerung für Quartiersprojekt

Brolingplatz: Drei Jahre sind rum, zwei weitere werden finanziert.

Das Motto „Zuhause ist es immer noch am schönsten“ ist Kernaussage und Ziel des seit drei Jahren bestehenden Quartiersprojektes in St. Lorenz Nord, das unter dem Dach beim Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) angesiedelt und mit knapp 80000 Euro durch die Fernsehlotterie betrieben wurde. Nach drei Jahren intensiver Vernetzungs- und Kooperationsarbeit im Kiez zwischen Schwartauer und Fackenburger Allee und der Lohmühle verabschiedet sich Quartiersmanagerin Frieda Stahmer und übergibt das Staffelholz an den neuen, ab September wirkenden Awo-Mitarbeiter Dirk Thiem, der durch Weiterfinanzierung des Projektes für die nächsten zwei Jahre im Quartier arbeitet.

„Ich freue mich über das gute Ergebnis, das wir gemeinsam erwirkt haben“, sagt Frieda Stahmer. „Das Quartier lebt“, so Stahmer, die bei regelmäßigen Quartierstreffen Wünsche und Ideen der Bewohner beförderte. In der Folge sind in Kooperation mit der Initiative Brolingplatz, der Kirchengemeinde St. Matthäi, der Brücke gGmbH und dem Lübecker Bauverein Angebote und Vernetzungen entstanden, die das nachbarschaftliche Miteinander unterstützen sollen.

„8050 Bewohner leben im Quartier“, weiß Stahmer. „Dabei hat besonders die Zahl der Ein-Personen-Haushalte mit Menschen älter als 60 Jahre zugenommen.“ Um Vereinsamung vorzubeugen und mehr Miteinander ins Quartier zu bringen, gab es neben regelmäßigen Sprechstunden im Awo-Treff eine Veranstaltungsreihe, die zu den Themen Gesundheit, Sicherheit oder Wohnen im Alter informierte. Beim zwei Mal im Jahr stattfindenden Quartierstreffen kamen Bürger in Kontakt und Dialog, auch, um Talente zu entdecken und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. „Daraus sind ehrenamtliche Nachbarschaftsbesuche und Unterstützung für Senioren im Quartier und verschiedene Bürgergruppen entstanden“, zählt Frieda Stahmer neben dem Spieletreff das nachbarschaftliche Kochen für Nachbarn, einen Mittagstisch von Awo und Brücke, eine Nähwerkstatt, einen mobilen Kaffeekorb, die Karategruppe 50+, eine „Pflanz Dich glücklich Gruppe“, die AG Grünfläche am Strukbach und Nachbarschaftsfrühstücke auf.

Zudem freut sie sich, „dass es im Herbst endlich ein Quartiershaus auf dem Brolingplatz geben wird, das auch vom Quartiersprojekt in der Projektverlängerung genutzt werden kann“, so die Lübeckerin.

Zum Beispiel auch für einen dort geplanten Infotreff für Bürger.

Abschied birgt immer auch Neubeginn, in diesem Falle ist es eine Fortführung des Projektes: „Durch die Verlängerung des Quartiersprojektes und mit der hauptamtlichen Unterstützung durch Dirk Thiem für die nächsten zwei Jahre kann das große nachbarschaftliche Engagement im Quartier weiter gefördert werden“, freut sich Kerstin Behrendt, Geschäftführerin des Awo-Kreisverbands. Und ein richtiger Abschied von Frieda Stahmer wird es ja auch nicht sein. Die engagierte Lübeckerin wird weiterhin viele Kontakte in „ihrem Kiez“ halten. mpa

 

Foto: Nach drei Jahren Quartiersarbeit übergibt Frieda Stahmer die Arbeit an den neuen Mitarbeiter der Awo, Dirk Thiem. © hfr

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.