Sommerliche Radtour am Dummersdorfer Ufer

Aussichtstürme bieten einen tollen Überblick über das Naturschutzgebiet.

Der diesjährige Sommer ist einfach ein Traum. Da macht es doppelt Spaß, sich in der freien Natur zu bewegen. Wie wäre es mal mit einer Radtour oder auch einem Spaziergang am Dummersdorfer Ufer?

Ausgangspunkt kann der Parkplatz im Hirtenbergweg sein. Am Rande des Parkplatzes befindet sich eine Informationstafel zum Naturschutzgebiet, den Wegen sowie Flora und Fauna dieses einzigartigen Gebietes. Hier haben sich zahlreiche Pflanzen und Tiere angesiedelt, die anderswo keine optimalen Lebensbedingungen mehr haben. Sie sind auf die Gegebenheiten dort spezialisiert und reagieren äußerst sensibel auf Störungen.

Das Dummersdorfer Ufer ist bereits seit 1958 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wurde 1991 von 46 auf 340 Hektar erweitert. Es reicht vom Skandinavienkai über das Stülper Huk bis hin zur Langrehmkoppel und dem Metallhüttenpark. Das Gebiet zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Lebensräumen aus. Vom Trocken- oder Magerrasen über aktive Kliffs bis hin zu Waldflächen bietet es dadurch eine Heimat für viele Tiere und Pflanzen wie Sperbergrasmücke, Brandgans, Mittelsäger, Stranddistel, Leberblümchen und Heide-Nelke, Zauneidechse, Blindschleiche sowie Laub- und Moorfrösche.

Auch viele Insekten wie Wildbienen, Schmetterlings- und Stehfliegenarten sind hier zu finden. Wer genau hinhört, kann das Lied der Feldlerche bei ihrem Sinkflug vernehmen.

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen einzigartigen Lebensraum zu erkunden. Dabei sollte jedoch unbedingt beachtet werden, die Wege nicht zu verlassen und, wie in Naturschutzgebieten vorgeschrieben, Hunde an der Leine zu führen. Für den kleinen Imbiss stehen am Parkplatz Tisch und Bänke zur Verfügung, auch unterwegs sind immer wieder Bänke zu finden.

Echte Highlights sind die beiden Aussichtstürme, die am Dummersdorfer Ufer aufgestellt wurden. Der Gemeinnützige Verein Kücknitz hat den Aussichtsturm am Borndiek ganz im Norden an den Skandinavienkai angrenzend finanziert. Hier hat man einen Blick Richtung Travemünde, auf den Priwall und bis zum Dassower See. Der andere Aussichtsturm befindet sich am Meeschenhaken und wurde von der Engelbert und Hertha Albers-Stiftung finanziert. Von diesem Turm am westlichen Ufer hat man einen schönen Blick auf das östliche Traveufer und die Mecklenburger Wälder. HÖ

 

 

Foto: Einen wunderschönen Blick über die von Schafen kurz gehaltene Wiese am Stülper Huk (li.) hat man über den Silkteich bis an den Travestrand. © HÖ

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.