Wochenmarkt in Bad Schwartau bei Einheimischen und Touristen beliebt

Jeden Mittwoch und Sonnabend von acht bis etwa dreizehn Uhr wird es voll auf Bad Schwartaus Marktplatz, denn dann findet der beliebte Wochenmarkt statt.

Hier einmal entlang zu bummeln lohnt sich sowohl als Einheimischer als auch als Tourist, denn die Auswahl ist groß und die Standbetreiber immer mal für einen Klönschnack zu haben. Von Honig über Obst, Gemüse, Blumen, Käse, Fisch, Fleisch, Backwaren bis hin zu Feinkost und vielem mehr wird hier einiges angeboten, vieles auch in Bio-Qualität.

Frische, Vielfalt und familiäre Atmosphäre

Viele Stände sind bereits seit Jahrzehnten dabei, so etwa die Imkerei Horst Gerken aus Ratekau. Seit 30 Jahren sind sie auf dem Markt zu finden, Mitarbeiterin Beate Sell-Kruber betreut seit 16 Jahren den Stand. „Das kann man mit einem Ladenverkauf nicht vergleichen, der Markt ist wie eine große Familie für mich“, schwärmt sie. „Die Kunden kennen einen und man weiß schon, was der eine oder andere am liebsten mag. Gerade die älteren Kunden wechseln selten ihre Sorten. Auch der Generationenwechsel in Bad Schwartau macht sich auf dem Markt bemerkbar. Wenn die Eltern zum Markt gehen, kommen die Jüngeren irgendwann hinterher. Die Kunden schätzen neben der Frische und Vielfalt auch die familiäre Atmosphäre.“

Bad Schwartauer Wochenmarkt gilt als Top-Platz

Seit 23 Jahren steht Andreas Conrad mit seinem Käsestand auf dem Markt. „Meine Frau und ich haben damals den Schritt in die Selbständigkeit mit dem mobilen Handel gewagt und es hat geklappt“, freut er sich. Sechs Märkte besucht er regelmäßig, den Schwartauer Markt empfindet er als einen der Schönsten: „Hier gibt es eine unglaubliche Beständigkeit, es ist ein Top-Platz. Auch die Politiker nutzen den Markt etwa für Wahlkampfveranstaltungen, das ist doch sehr aussagekräftig für die Präsenz des Wochenmarktes. Der Job macht mir einfach Spaß.“ Seit 22 Jahren bietet er selbstgemachten Frischkäse an, das Rezept ist immer dasselbe. „Den bekommt man eben nur hier.“

Äpfel aus eigener Produktion im Alten Land

Fast doppelt so lang findet man den Obst und Gemüsestand von Julius Schuldt gleich gegenüber. Seit 42 Jahren kommen die Kunden zum „Apfelstand“, denn hier gibt es den ganzen Winter hindurch über 30 Apfelsorten aus eigener Produktion im Alten Land. Damals stand er noch mit seinen Eltern am Stand, nun wird er bereits in dritter Generation von seiner Tochter unterstützt. „In den 42 Jahren haben wir vielleicht zehn Markttage ausfallen lassen, zum Beispiel bei der Schneekatastrophe 1973“, erinnert sich Julis Schuldt. „Die Vorratshaltung hat sich im Gegensatz zu damals deutlich gewandelt, es werden nicht mehr die Mengen abgenommen. Jedoch haben wir eine starke Kundenbindung, viele Stammkunden kommen seit Jahrzehnten.“

Produkte aus eigener Herstellung

So auch Marktbesucherin Stefanie Mecker aus Stockelsdorf. Sie kommt extra nach Bad Schwartau zum Markt, genau wie ihre Eltern. „Die Frische und die nette Bedienung machen es aus, man kennt sich hier“, sagt sie. Weiter geht es zu den Damen der Landschlachterei Scharnweber. Hier erwartet den Kunden neben vielen hausgemachten Angeboten eine herzliche und kompetente Beratung, wie man dieses oder jenes am besten in die Pfanne haut. „Die Atmosphäre ist einfach super, ich komme seit 20 Jahren immer wieder gerne hierher, ob bei Regen oder Sonnenschein, es ist einfach schön“, freut sich Mitarbeiterin Caroline Schulze.

Feinkostände auf dem Schwartauer Wochenmarkt

Aber auch neu Dazugekommene gibt es auf dem Markt. Dirk Schwensfeier ist erst seit Dezember letzten Jahres mit seinem Feinkoststand dabei: „Der Schwartauer an sich ist bei Neuem erst einmal vorsichtig. Wenn man ihn jedoch nach und nach für die Angebote begeistern kann, hat man die treuesten Kunden!“ HOL

 

Foto: Seit 42 Jahren ist Julius Schuldt mit seinem „Apfelstand“ auf dem Markt. © Hol

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