Eutiner Festspiele bringen Verdis „La Traviata“ auf die Freilichtbühne

Bei den Eutiner Festspielen ist diese Oper Chefsache: Bei Giuseppe Verdis „La Traviata“ führt Intendantin Dominique Caron Regie, und der Leiter Kammerphilharmonie Lübeck, Leo Siberski, steht persönlich an Dirigentenpult.

Das Stück über das Schicksal einer Edelkurtisane in Paris um das Jahr 1850 gilt als eine Sternstunde der Oper und ist eines der erfolgreichsten Werke der Musikgeschichte. Auf der Eutiner Freilichtbühne feiert „La Traviata“ am Freitag, 20. Juli, um 20 Uhr Premiere.

Oper von Giuseppe Verdi

„Am meisten fasziniert mich an Verdi, dass er seiner Zeit oft weit voraus war. ,La Traviata’ ist ein Stück, das sich sehr stark um die Komplexe Liebe und Tod dreht. Es geht um gesellschaftliche Konventionen versus Außenseiter der Gesellschaft“, sagt Dominique Caron. Verdi selbst lebte damals in wilder Ehe mit Giuseppina Strepponi, einer Opernsangerin, die er erst 1859 heiratete. „Die Uraufführung verursachte 1853 einen Riesenskandal. Das Publikum konnte nicht hinnehmen, dass im Zentrum der Geschichte eine Kurtisane stand, eine von Männern begehrte Frau. Eine Prostituierte.“

„La Traviata“-Aufführung in italienischer Sprache

Aufgeführt wird das Stück in italienischer Sprache. Es ist angelehnt an den Erfolgsroman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas: Obwohl von einer tödlichen Krankheit gezeichnet, lebt die Kurtisane Violetta Valéry als Mittelpunkt jedes rauschenden Festes ein ausschweifendes und luxuriöses Leben in Paris. Auf einer dieser Feiern wird sie einem attraktiven jungen Mann vorgestellt, Alfredo Germont, der weit aufmerksamer ist als ihr aktueller Begleiter, Baron Douphol. Liebe, Leidenschaft, falsches Ehrgefühl und Eifersucht prägen den weiteren Verlauf der Handlung, die tragisch endet …

Großartiges Ensemble

Gesungen wird die Hauptpartie von der Sopranistin Hale Soner, die diese Rolle bereits am Theater Magdeburg und an der Staatsoper Istanbul innehatte. Als heißblütiger Liebhaber Alfredo agiert der chilenische Tenor Carlos Moreno Pelizari, der in diesem Part gerade in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen zu sehen war. Zum Ensemble gehörten außerdem Joslyn Rechter (Mezzosopran), Manos Kia (Bariton), João Terleira (Tenor), Eva Schneidereit (Mezzosopran), Aarne Pelkonen (Bariton), Yinghao Liu (Bassbariton) und Kemal Yasar (Bass).

Karten für „La Traviata“

Insgesamt sechs Aufführungen von „La Traviata“ (zu Deutsch: „Die vom Wege Abgekommene“) stehen auf dem Spielplan. Karten gibt es unter Telefon 04521/80010 oder unter www.eutiner-festspiele.de. vg

 

Fotos von der Orchesterhauptprobe am Dienstag. © Graap

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Eine Antwort auf „Eutiner Festspiele bringen Verdis „La Traviata“ auf die Freilichtbühne“

  1. Rüdiger Bohm sagt:

    Ich habe schon mehrere Aufführungen von La Traviata gesehen, aber die Aufführung
    In Eutin war sensationell schön!
    Teilweise Gänsehaut pur, ein tolles Ensemble und ein abschließendes, nettes Gespräch mit dem
    Dirigenten ( großes Lob für sein Orchester ) rundeten den tollen Tag ab.
    Vielen Dank dafür, sagen 4 Zuschauer aus Kiel

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