Mehr Platz für die Dorf-Grundschule in Hamberge

Vier Jahre ist es her, dass die Zeichen für die Grundschule Hamberge mangels ausreichender Schülerzahlen auf eine Schließung hindeuteten. Heute hat sie mehr Schüler denn je, die Platz brauchen. Noch vor Beginn der Sommerferien wurde für sie ein Anbau eingeweiht.

Das 250 Quadratmeter große Obergeschoss bietet Platz für drei Klassenräume. 270 Quadratmeter misst das Erdgeschoss mit Zugang zu einer kleinen Terrasse. Herzstück ist eine 150 Quadratmeter große Mensa mit Ausgabeküche und Veranstaltungsbühne, in der sich zur Einweihung viele Gäste versammelt hatten. Der Andrang war so groß, dass längst nicht alle einen Sitzplatz ergattern konnten.

Die Grundschule Hamberge kämpfte gegen Schließung an

„Wir sind glücklich und froh, dass wir den Schritt gegangen sind. Damit hat sich die Gemeinde für die Bildung unserer Kinder gut aufgestellt“, zeigte sich Hamberges Bürgermeister Paul Friedrich Beeck überzeugt, der für den Erhalt der Schule Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatte – mit Erfolg. Die Schülerzahlen stiegen von 72 im Jahr 2014 auf derzeit 120 Kinder an. „Zu verdanken haben wir das der Gemeinde und vor allem Bürgermeister Hans Friedrich Beeck und seinem Stellvertreter. Vielen Dank für das große Engagement und den unermüdlichen Einsatz für unsere Schule“, sagte Gudrun Wrage, deren kommissarischer Einsatz als Schulleiterin inzwischen zu einer dauerhaften Aufgabe geworden ist.

Weitere Klassenräume und eine neue Mensa

Dass der Zeitplan für die Bauarbeiten eingehalten werden konnte, sei dem Architekten Maik Kofler zu verdanken, der fast täglich auf der Baustelle zu finden gewesen sei. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Wir haben drei wunderschöne Klassenräume und eine Mensa erhalten, in der Veranstaltungen stattfinden können“, so Wrage. Ihr besonderer Dank gelte ihren Kolleginnen und den Mitarbeitern der Betreuung. „Sie haben sich weit über das normale Maß hinaus eingebracht. Ich bin stolz.“

Engagement von Gemeinde, Eltern, Lehrern und dem Förderverein

„Und ich bin stolz, Schulrätin dieser Schule sein zu dürfen“, sagte Kirsten Blohm-Leu, für die das überragende Engagement von Gemeinde, Eltern, Lehrern und dem Förderverein nicht hoch genug geschätzt werden könne. „Sie sind ein Paradebeispiel für andere. Ich bin begeistert, was Sie hier geschaffen haben“, war auch FDP-Landtagsabgeordnete Anita Klahn, die statt einer Schultüte eine große Tüte voller Naschereien mitgebracht hatte, voll des Lobes.

Positive Entwicklung der Schülerzahlen

Die Entwicklung der Schülerzahlen freut Eltern, Kinder, Lehrkräfte und Gemeindevertreter sehr. Für Hamberges Bürgermeister allerdings gibt es einen Wermutstropfen: „Unsere Einwohnerzahlen steigen stetig an, mit ihnen die Ausgaben der Gemeinde. Die 1,5 Millionen Euro teuren Baukosten für den Anbau muss sie sofort zahlen. Die Schlüsselzuweisungen und auch die Einkommensteuer aber werden erst viel später nach den gestiegenen Einwohnerzahlen berechnet. Dadurch gehen der Gemeinde Einnahmen verloren.“ pd

 

Foto: Altes Gemäuer neben modernem Anbau: So sieht jetzt die Grundschule Hamberge aus. © pd

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